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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Ländlicher Raum braucht Hilfe“

06.04.2019

Oldenburg Stadt und ländlicher Raum sind nach Auffassung der Handwerkskammer Oldenburg, der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen symbiotisch miteinander verbunden. Geht es den Städten gut, geht es auch dem ländlichen Raum gut, formuliert es IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Hildebrandt. Hinsichtlich des ländlichen Raums sehen die drei Kammern strukturelle Defizite: „Wir brauchen nachhaltige Entwicklungen in der Regionalpolitik“, sagte Handwerkskammer-Präsident Manfred Kurmann am Freitag bei der Vorstellung einer gemeinsamen Initiative zur Stärkung des ländlichen Raums. Mit der „Initiative zur Entwicklung des ländlichen Raums“ sollen die Entscheidungsträger der Landespolitik sensibilisiert werden.

Es gehe darum, im ländlichen Raum attraktive Lebensbedingungen zu erhalten. Fachkräfte seien auch auf dem Land besonders nötig, das Handwerk sei Stabilisator und und Arbeitgeber – und nicht nur im Ladenhandwerk der Fleischer und Bäcker. Deshalb müsse die Digitalisierung vorangetrieben werden. „Digitalisierung gehört zum Leben wie Strom und Wasser“, sagte IHK-Präsident Gerd Stuke. Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Schwetje wies auf die fehlende Planungssicherheit für landwirtschaftliche Unternehmen hin. Nukleus der oldenburgischen Wirtschaft sei die Ernährungsindustrie (15 Milliarden Euro Umsatz), sagte Stuke. Sie trägt mit 75 Prozent zum Industrieumsatz im Kammerbezirk (Oldenburger Land) bei. Landwirtschaftskammerpräsident Schwetje forderte Entwicklungsmöglichkeiten für die landwirtschaftlichen Betriebe und Wohnortnahe Berufsschulstandorte. Die Landwirtschaft biete zunehmend mehr Beschäftigung. Allein 100 000 Mitarbeiter seien in niedersächsischen Betrieben angestellt.

Die Kammer-Repräsentanten nannten insbesondere ein bürokratisches Planungsrecht, das Entwicklung behindere, mindestens verzögere. Landwirtschaftliche Unternehmen würden gern in Tierwohl investieren. „Wir haben eine sehr enge Stalldichte.“ Stallumbauten seien aber erschwert. Im Moment herrsche daher Stillstand.

Und die Handwerkskammer fordert von der Politik „endlich ein Einwanderungsgesetz“, so Kurmann. Allein im Oldenburger Land beträgt der Umsatz im Handwerk zehn Milliarden Euro. „Die Politik ist gefordert, mutige Entscheidungen zu treffen“, sagte Gerhard Schwetje.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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