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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Jade Hochschule: Digitale Planung ist reif fürs Museum

21.02.2020

Oldenburg Da staunten selbst die Experten im voll besetzten Hörsaal der Jade Hochschule: Beim Neubau des Oldenburger Stadtmuseums setzen die Planer voll auf Digitalisierung – und sparen damit jede Menge Zeit und Geld. Von Beginn an wird das 17-Millionen-Euro-Projekt anhand eines virtuellen Modells geplant. „So konsequent ist das in Deutschland noch die Ausnahme“, sagt Professor Hans-Georg Oltmanns, Geschäftsführer der Baumeister Akademie nicht ohne Stolz.

Seit zehn Jahren rührt Oltmanns nun schon die Werbetrommel für die Methode „Building Information Modeling“ (BIM). Dabei wird ein Projekt komplett digital durchgespielt, bevor gebaut wird. Auf diese Weise sollen Fehler vermieden und Kosten gespart werden.

Bei den 7. Oldenburger BIM-Tagen an der Jade Hochschule konnte der Professor nun endlich am konkreten Beispiel zeigen, wie überlegen BIM gegenüber der herkömmlichen Bauplanung ist. Das Stadtmuseum bietet dafür eine hervorragende Basis, denn die Pläne der vorhandenen Gebäude sind lückenhaft und ungenau.

Wie sich bei den Laserscans der Tiefgarage herausstellte, gab es zwischen den Plänen aus den 60er Jahren und der Realität Abweichungen im Dezimeterbereich. „Das tut beim Bau richtig weh“, weiß Oltmanns aus langjähriger Erfahrung. Bei normaler Vorgehensweise wäre eine Kostenexplosion beim Bau fast unvermeidlich gewesen.

Nun aber wurden die Abweichungen bereits in der Vorplanung bemerkt und konnten in die Pläne des Neubaus einbezogen werden. Und das auch noch in Rekordzeit. Seit November haben die Planer nicht nur ein zentimetergenaues 3D-Modell der Tiefgarage erstellt, sondern auch die Statik des Neubaus bereits weitgehend berechnet. Spätestens an dieser Stelle zeigten sich auch die mehr als 100 Experten aus Bauwirtschaft und Wissenschaft im Hörsaal beeindruckt, hatten einige doch jahrelange Arbeit hinter der beeindruckenden Präsentation vermutet.

Auch bei der weiteren Arbeit an dem Projekt Stadtmuseum wollen die Planer neue Wege gehen. So sei unter anderem geplant, alle Bauherren der benachbarten Gebäudekomplexe an einen runden Tisch einzuladen, sagt Oltmanns. Bisher sei es so, dass jeder sein Projekt isoliert betrachtet. Und das sei weder hilfreich noch sinnvoll.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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