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Für 255 Millionen Euro – Runter von der Straße, rauf auf den Kanal

Oldenburg Der Küstenkanal wurde vor 83 Jahren eröffnet. Seitdem ist viel Wasser durch die Schleusen in Dörpen und Oldenburg geflossen. Nun soll die wichtige Wasserverkehrsverbindung ausgebaut werden. 255 Millionen Euro wird das Projekt wohl kosten.

„Der lange geplante Ausbau des Küstenkanals kann bald beginnen“, teilte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dennis Rohde mit. In der sogenannten Bereinigungssitzung stimmte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in der Nacht zum Freitag zu, neun Planstellen für das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Meppen zu bewilligen. Rohde, der die Stadt Oldenburg und das Ammerland im Bundestag vertritt, ist stellvertretender Ausschussvorsitzender und hat sich gemeinsam mit der parteilosen Edewechter Bürgermeisterin Petra Lausch lange für die Umsetzung dieses Projekts eingesetzt. Voraussetzung dafür ist die Schaffung und finanzielle Absicherung der Planstellen beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Meppen. Bislang gab es dort keine ausreichenden personellen Kapazitäten, um das Projekt in Angriff zu nehmen.

„Das ist ein wichtiges Signal für die wirtschaftliche Entwicklung im gesamten Nordwesten“, so Rohde im Anschluss an die Sitzung. „Der Ausbau des Küstenkanals steht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP). Doch weil die schwarz-gelbe Bundesregierung der Jahre 2009 bis 2013 Stellen bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung abgebaut habe, habe es die dafür nötigen Ingenieurs- und Technikerstellen nicht gegeben. Rohde: „Mit der Schaffung von Planstellen für sechs Ingenieure und drei Techniker stellen wir sicher, dass der Ausbau des Küstenkanals in Angriff genommen werden kann.“

Der Küstenkanal, der Oldenburg mit der Ems verbindet, ist in in der Regel in allen Winter- wie Sommerwetterlagen befahrbar und damit für die Binnenschifffahrt sehr attraktiv, betont Lausch. Obwohl er Bestandteil der transeuropäischen Netze (TEN) ist, ist der Küstenkanal eine der wenigen Wasserstraßen, die noch nicht den Anforderungen des Großmotorgüterschiffsverkehrs genügt. „Die Planstellen für den Ausbau sind deshalb wichtig für die Wirtschaft in unserer Region. Zudem holt der Gütertransport auf dem Wasser Verkehr von der überlasteten Bundesstraße 401, schont so die Umwelt und vermeidet Lärm. Damit trägt der Ausbau auch zur Lebensqualität in unserer Heimat bei“, so Rohde weiter.

Im Vergleich mit dem Lkw-Verkehr biete die Binnenschifffahrt deutliche Umweltvorteile: Mit dem Energieaufwand, mit dem ein Lastkraftwagen eine Gütertonne 100 Kilometer weit befördert, schafft ein Binnenschiff bereits 370 Kilometer. Stößt ein Laster pro Tonnenkilometer im Schnitt 164 Gramm CO2 aus, sind es beim Binnenschiff nur 33,4 Gramm. Auch beim Lärm schlägt die Binnenschifffahrt sowohl den Lkw als auch die Bahn. Im Oldenburger Stadtgebiet wird unabhängig von diesen Baumaßnahmen in den nächsten Jahren auch die marode Cäcilienbrücke abgerissen und durch eine neue ersetzt.

kommentar

Stärkung

der Region

Die Region boomt – immer mehr Menschen leben und arbeiten zwischen Weser und Ems. Höchste Zeit, die Infrastruktur anzupassen.

Der Ausbau des Küstenkanals ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den Schwerlastverkehr von der Straße holen kann. Autofahrer und nicht zuletzt die Anlieger der stark befahrenen B 401 werden dankbar sein. Doch nicht nur sie, vor allem den Betrieben in der Region bietet sich mit einer leistungsfähigen Wasserstraße eine echte Alternative, Güter zu transportieren. Im Verbund mit den Containerhäfen in Bremerhaven und Wilhelmshaven stärkt das wiederum die Region, die für Neuansiedlungen noch attraktiver wird.

Den Autor erreichen Sie unter
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104