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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Viele in Region wollen flexibel oder kürzer arbeiten

26.09.2019

Oldenburg Die Unternehmen stehen im Personalbereich vor großen Herausforderungen – durch die Ansprüche von Mitarbeitern. Das wurde bei der Runde „Wirtschaft diskutiert“ der Wirtschaftsbildungsinitiative „wigy“ (Oldenburg) deutlich. Thema: „Zukunft der Arbeit“.

Beim Fotodienstleister Cewe (1100 Mitarbeiter am Oldenburger Sitz) ist zum Beispiel das Thema mobiles Arbeiten auf die Tagesordnung gekommen, wie Personalchefin Marion Gerdes berichtete. Den Anstoß hätten Nachfragen aus der Belegschaft und Wünsche von Bewerbern gegeben. Gerdes schlug im Institut für Ökonomische Bildung“ (IÖB) in Oldenburg eine systematische Herangehensweise vor – mit Diskussionspapier, Zieldefinition, Festlegung von Rahmenbedingungen einschließlich Möglichkeiten zur Beendigung, Gremien-Information, Test und Test-Konsequenzen.

Gerdes berichtete auch davon, dass sich Nachfragen nach „Home Office“ und Telearbeitsplätzen häuften. Gleiches gelte auch zu einem Sabbatical (Auszeit).

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins „wigy“, Ex-EWE-Chef Dr. Werner Brinker, wies auf unterschiedliche Möglichkeiten in den Unternehmensbereichen hin. Flexibles Arbeiten, mehr zu Hause, sei in der Produktion schwer vorstellbar – es sei denn mit Einsatz „vernetzter Roboter, denen von Sensoren Daten übermittelt werden“.

Generell müssten Organisationen künftig weniger hierarchisch sein – das sei nicht mehr schnell genug. Nötig sei dezentrale Entscheidungsbefugnis. Das bedeute auch: Stärkung des Vertrauens in Mitarbeiter, zudem mehr Aus- und Weiterbildung, „um aus Mitarbeitern quasi Unternehmer zu machen“.

Die besonderen Herausforderungen für das Personalmanagement in Krankenhäusern arbeitete Alexander Westendorf, Personalchefs des Pius-Hospital in Oldenburg, heraus. Beispiel: Immer mehr Mitarbeiter wollen in Teilzeit arbeiten, gerade auch junge Pflegekräfte im Schichtdienst. Zugleich sei aber auch zu bedenken, wer bei welchen Aufgaben mit wem zusammenarbeiten muss. Oder: Innerhalb der Bandbreite der Funktionen im Krankenhaus werden nach erfolgten medizinischen Maßnahmen etwa Service und Kommunikation immer bedeutender.

Ganz wichtig für die Mitarbeiter sei „Sicherheit der Planbarkeit“ ihrer Dienste. Und es gibt mehr besondere Wünsche. Etwa: Mancher will nicht zum Schichtbeginn um 7.30 Uhr loslegen, sondern wegen der Kinder erst gegen 8 Uhr. Westendorf machte klar, dass man alle diese Herausforderungen lösen muss: Der Fachkräftemangel werde sich weiter verschärfen.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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