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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Mercedes W123: Oldenburger mit altem Benz auf Rekordkurs

03.05.2018

Oldenburg /Tarmstedt „Der neue Mercedes. Der neue Maßstab.“ So lautete 1976 der Werbeslogan zur Markteinführung des W123, ein Wagen, der über die Jahre zum echten Kultauto geworden ist und den Kenner schon daran erkennen, wie die schweren Türen ins Schloss fallen oder der gutmütige Diesel nagelt.

Der Oldenburger Horst Heykants ist stolzer Besitzer eines solchen Schmuckstücks, Baujahr 1984. „Ich habe viel Spaß an dem Ding“, freut der 47-Jährige sich. Und dabei hegt und pflegt er seinen 34 Jahre alten Benz nicht nur, sondern er fährt ihn auch beinahe täglich – „außer, wenn auf den Straßen Salz gestreut wurde, das setzt dem Wagen zu sehr zu“, betont Heykants.

Und so ist an der makellosen Limousine in silberblau-metallic kein bisschen Rost zu finden, dafür aber verfügt der Wagen über jede Menge Extras, die der Autoliebhaber über die Jahre hinzugefügt hat. Darunter sind ein Tempomat, eine Dämmmatte an der Motorhaube minimiert das Geräuschniveau und ein Navigationsgerät hat Horst Heykants auch nachgerüstet, aber fest im Handschuhfach verbaut, „weil ich es besonders bei historischen Fahrzeugen einfach schrecklich finde, wenn an der Windschutzscheibe mobile Navis mit Saugnäpfen angebracht sind“, sagt der Autofan, der sich sein Hobby einiges kosten lässt. Mittlerweile habe er mehr als den Kaufpreis in das Auto gesteckt.

Dafür leistet der 240 Diesel mit seinen 72 Pferdestärken seinem Besitzer treue Dienste. Er bringt ihn nicht nur zur Arbeit, sondern hin und wieder auch nach Leer zu seinen Eltern. In Ostfriesland, genauer in Norden, war es auch, wo Horst Heykants einst das Autofahren gelernt hatte. Und auf welchem Auto? Natürlich auf einem W123, den sein Vater nach langer Lieferzeit damals als Neuwagen ausgeliefert bekam – Modell 240 Diesel mit 72 PS. Das gleiche Auto also, wie Heykants heute fährt, allerdings war der seines Vaters nicht hellblau, sondern signalrot. „Im Alter von zwölf bis 14 Jahren waren mein Zwillingsbruder und ich groß genug, um an die Pedale zu kommen. Jetzt saßen wir auf dem Fahrersitz. Erst durften wir nur im ersten und zweiten Gang fahren und nach einigen Fahreinheiten sogar bis in den dritten Gang beschleunigen. Aus heutiger Sicht sind wir damals keine Höchstgeschwindigkeiten gefahren, aber darauf kam es auch nicht an. Ich bin meinem Vater so dankbar dafür“, erzählt Heykants aus der guten, alten Zeit.

Dabei ist der Mercedes-Liebhaber aber durchaus in der Neuzeit angekommen, hat neben seinem Oldtimer ein neueres Mercedes-Modell in der Garage und wirft seiner Lebensgefährtin ohne zu zucken die Autoschlüssel rüber, als Nachbarn an der Tür klingeln mit der Bitte, den Oldie mal eben etwas an die Seite zu fahren. „Ja, ich darf den auch fahren“, betont Heykants Partnerin, steckt den Schlüssel ins Zündschloss, glüht den Diesel kurz vor und startet den Motor, der im wahrsten Sinne im Handumdrehen anspringt.

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Zur Arbeit, nach Ostfriesland, in den Urlaub: Neben all diesen Einsatzorten hat Horst Heykants ein weiteres Ziel bereits fest in seinem Kalender vermerkt: Die größte Parade von Mercedes-Benz W-123-Modellen soll sich am Sonntag, 10. Juni, in Tarmstedt (Landkreis Rotenburg) versammeln, um damit einen Weltrekord aufzustellen (siehe Infokasten). „Da bin ich auf jeden Fall dabei. Und ganz, ganz viele andere W-123-Besitzer hoffentlich auch“, sagt Heykants und steigt in sein „Schätzchen“, das er im Jahr 2012 aus der Nähe von Paris nach Oldenburg geholt hatte. „Es war Liebe auf den ersten Blick.“

Ob Cabrio oder Krankenwagen – Alle Modelle der W123er-Baureihe dürfen teilnehmen

Geplant ist, den 2016 in Holland aufgestellten Rekord der längsten W123-Parade der Welt (323 Fahrzeuge) zu brechen und damit den Platz im Guinness-Buch der Rekorde zu sichern. Auf der Internetseite der Veranstalter heißt es dazu: „Uns ist es gelungen, die Verantwortlichen der Tarmstedter Ausstellung zu überzeugen, uns bei dem Vorhaben zu unterstützen. Daher steht für uns als Sammelpunkt sowie Start- und Endpunkt der W123-Parade das Gelände der Tarmstedter Ausstellung zur Verfügung.“

Ziel für den neuen Rekord ist es, am Sonntag, 10. Juni, mehr als 323 W123-Fahrzeuge auf dem Veranstaltungsgelände zu versammeln und dann gemeinsam einen Rundkurs zu fahren. Zunächst erhält jedes Fahrzeug eine fortlaufende Startnummer. Bei dem Rundkurs werden regelmäßig alle teilnehmenden Fahrzeuge gezählt und zusätzlich am Start- und Zielpunkt gefilmt. Die genaue Dokumentation ist für die Anerkennung durch die Organisation „Guinness World Records” zwingend notwendig. Der Rekord kann nur mit der vollständigen Dokumentation gewertet und beurkundet werden.

Das Fahrzeugmodell ist egal, also Cabrio, Leichenwagen, Krankenwagen, Pick-up oder sonstige Aufbauten aller Baujahre der Mercedes 123er-Baureihe dürfen teilnehmen.

Für alle Teilnehmer und Gäste gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.w123-club.de

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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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