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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Oldenburger Schlachthof im Kreuzfeuer der Kritik

01.12.2018

Oldenburg In unserem monatlichen Rückblick über die meist beachteten Artikel auf NWZonline stellen wir Ihnen die Themen vor, die am meisten für Aufsehen gesorgt haben. Das war im November 2018 los:

Misslungene Tupperparty in Augustfehn II

Für diese elf Frauen endete ein gemütlicher Abend rund um das Verpacken und Lagern von Lebensmitteln im Krankenhaus. Sie hatten sich in Augustfehn II in einer Garage eines Einfamilienhaus zu einer Tupperparty getroffen. Da es dort sehr kalt war, stellte jemand einen Gasheizstrahler in dem geschlossenen Raum auf – mit fatalen Folgen: Durch den Heizpilz entstand ein erhöhter Kohlenmonoxidgehalt, die Frauen klagten über Kopfschmerzen und Übelkeit.

Der verständigte Rettungsdienst löste Großalarm aus und brachte die elf Frauen in Krankenhäuser. Ihr Zustand war in keinem Fall lebensbedrohlich, sie konnten am nächsten Tag wieder nach Hause zurückkehren. Die Feuerwehr wies angesichts dieses Falles noch einmal darauf hin: Heizpilze dürfen nur im Freien eingesetzt werden!

Skandalvideos aus dem Oldenburger Schlachthof

Es waren verstörende Bilder, die das Deutsche Tierschutzbüro auf einer Leinwand in Oldenburg der Öffentlichkeit präsentierte. Die Videos aus dem Oldenburger Rinderschlachthof der Standard-Fleisch GmbH & Co zeigen unsachgemäß behandelte bzw. schlicht misshandelte Tiere und untätige Veterinäre. Das Tierschutzbüro stellte Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg und fordert eine unverzügliche Schließung des Schlachthofs, der einer der größten Rinderschlachthöfe Deutschlands ist.

Das so beschuldigte Unternehmen bestätigte später die Vorwürfe: Wir können nachvollziehen, dass das Deutsche Tierschutzbüro, aber auch die Öffentlichkeit empört über die Vorfälle sind“, teilte Standard-Fleisch mit. Das gesamte Kontrollsystem werde kritisch hinterfragt.

Die Folgen für den Schlachtbetrieb waren weitreichend: Unter anderem die Bünting-Gruppe, zu der unter anderem die Supermarkt-Kette Famila gehört, und das Möbelunternehmen Ikea nahmen Produkte aus ihren Sortimenten, die im Schlachthof in Oldenburg hergestellt wurden.

Wenige Tage später legte Standard-Fleisch den Oldenburger Schlachthof bis auf Weiteres still. Die Stadt Oldenburg teilte derweil mit, auch die auf den Videos des Tierschutzbüros zu sehenden Veterinäre mit den Vorwürfen zu konfrontieren und sie zu befragen. Doch auch die Verwaltung sieht sich mit Kritik konfrontiert: Sie wisse seit Jahren von den Missständen im Schlachthof und hätte nicht gehandelt, warf das Tierschutzbüro der Stadt vor.

Kündigungen bei Steinhoff

Der Möbel-Konzern Steinhoff, der seine Wurzeln in Westerstede hat und heute aus Südafrika geführt wird, kämpft seit Monaten mit Negativschlagzeilen und Kursverlusten aufgrund eines Bilanz-Skandals. Im November hatte dieser Skandal auch Auswirkungen auf den Ursprungssitz von Steinhoff und dessen Mitarbeiter: Zahlreiche, oft langjährige Beschäftigte erhielten ihre Kündigungen. Im März und April 2019 soll für sie Schluss sein.

Indes macht Steinhoff in Westerstede auch wegen seines Hochregallagers an der A 28 von sich reden: Dies, so wird spekuliert, könnte eine Steinhoff zugerechnete Firma kaufen: ein Schritt, den das Unternehmen nicht bestätigt, der in der derzeitigen Situation des hoch verschuldeten Möbel-Konzerns (im Gespräch ist ein hoher Milliardenbetrag) allerdings Sinn ergeben würde.

Ärger um doppelten Eintritt in Jaderpark

Sie hatten es sich so schön (gruselig) vorgestellt: Eine Frau wollte mit zwei Kindern zu einer Halloween-Party im Freizeitpark „Jaderpark“ in Jaderberg. Als einem Kind ein kleines Malheur passierte, wollte die Mutter kurz zum Parkplatz laufen, um trockene Kleidung zu holen. Doch an der Kasse sei ihr gesagt worden, die Situation an diesem besonderen Tag sei ein wenig unübersichtlich – sie müsse also erneut Eintritt zahlen. Das sah die Frau nicht ein und verließ mit zwei weinenden Kindern den Park.

Der Jaderpark reagierte überrascht: „Das könne überhaupt nicht sein“, hieß es am Telefon, als sich der Großvater eines der Kinder über die Situation beschwerte. Und auch die NWZ fragte beim Jaderpark nach: Der Vorfall lasse sich bestimmt aufklären – und eine gütliche Einigung finden.

Überfall auf Supermarkt in Oldenburg

Mehrere Tausend Euro betrug die Beute, die drei Männer Ende November bei einem Supermarkt-Überfall machten. Sie hatten Mitarbeiter des Geschäfts im Hochheider Weg in Oldenburg nach Feierabend offensichtlich mit Waffengewalt gezwungen, in den Markt zurückzugehen und dort den Tresor zu öffnen. Anschließend entkamen die Verdächtigen zu Fuß in Richtung Hunsrücker Straße.

Christian Schwarz Redakteur / Online-Redaktion
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