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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Oldenburg: Toter soll weiter fürs Fernsehen zahlen

20.10.2010

OLDENBURG Wenn ein Familienangehöriger stirbt, bedeutet das neben der emotionalen Belastung viel Organisatorisches. Dazu gehört auch die Kündigung von Verträgen. Das weiß Kai Grenzer aus eigener Erfahrung. Am 4. Juni verstarb sein Onkel, und er regelte den Nachlass. „Mit Versicherungen, Banken und so gab es kein Problem“, berichtete er der NWZ , „ein formloses Schreiben – und das Thema war durch.“

Nur mit „Kabel Deutschland“ gebe es Probleme, berichtet Grenzer: Trotz dutzender Telefonate mit Callcentern, Faxen und Geräterücksendungen mit Rückschein ließ sich der Vertrag nicht beenden. Noch im Oktober erreichte ihn eine Rechnung für seinen Onkel über 61 Euro. Grenzers größter Ärger: „Man landet ständig in Endlosschleifen – und jeder neue Gesprächspartner weiß grundsätzlich erstmal von nichts.“ Grenzer findet das Verhalten des Telekommunikationsanbieters „pietätlos“.

Heike Koring, Sprecherin von „Kabel Deutschland“, erklärte, dass ein Vertrag bei Tod grundsätzlich ohne Mindestlaufzeit gekündigt werden könne. Sie erklärt die aus Sicht von Kai Grenzer gescheiterte Kündigung damit, dass stets etwas gefehlt habe, um die Kündigung rechtswirksam zu machen und berichtet von drei Anrufen, in denen das ein Thema war – Grenzer hingegen hat 13 Anrufe protokolliert.

Die von ihm verschickte Sterbeurkunde sei zunächst nicht eingegangen, so Koring, dann ohne Begleitschreiben, so dass man den Hinterbliebenen nicht habe benachrichtigen können. Am 26. August schließlich sei dann der Vertrag beendet worden, man habe das Bestätigungsschreiben an die Adresse der Erbengemeinschaft gesandt. Kai Grenzer jedenfalls erhielt es nicht.

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Die erneute Rechnung im Oktober erklärte Koring damit, dass die Rücksendung des Receivers nicht registriert worden sei – eine Nachrecherche beim Logistiker hätte aber ergeben, dass er doch da eingetroffen sei. Die Rechnung werde natürlich storniert. Und: Wenn die Hinterbliebenen die Einsendung der Sterbeurkunde zu einem früheren Zeitpunkt nachweisen könnten, werde der Vertrag natürlich auch zu jenem Zeitpunkt beendet.

Kai Grenzer: „Bei ,Kabel Deutschland’ herrscht heilloses Durcheinander.“

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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