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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Uni: Oft hochwertiges Fleisch für Oldenburgs Studenten

01.02.2020

Oldenburg /Vechta Wie hoch ist die Qualität von Fleisch an Universitäten? In Zeiten, in denen gerade Studenten immer umweltbewusster werden und beim Kauf von Lebensmitteln auf das Tierwohl achten, ein wichtiges Thema für die Verantwortlichen der Mensen. Derzeit entwickelt sich der Trend, dass viele Studentenwerke (oft Betreiber einer Mensa) auf nachhaltige Ernährung setzen.

Sehr fortschrittlich in diesem Bereich ist seit Jahren das Studentenwerk Oldenburg. Und dennoch protestierten während des Uni-Streiks vergangene Woche viele Studenten gegen deren Mensa-Angebot. Die Preise seien zu hoch (die NWZ berichtete). Die Behauptung wurde widerlegt.

Bleibt jetzt die Frage: Wo ist die Qualität besser? Studien haben beleuchtet, wie wichtig unter anderem Studenten gesunde Ernährung ist und welches Essen in niedersächsischen Unis angeboten wird. Hier nun die Ergebnisse.

Ökobarometer

Nach Ergebnissen der Studie „Ökobarometer“, die das Bundeslandwirtschaftsministerium mit mehr als 1000 Teilnehmern initiiert hat, waren für 69 Prozent aller Befragten im Jahr 2017 Bio-Lebensmittel wichtig. Für zwei Drittel von ihnen (auch Studenten/Azubis) durfte ein Bio-Mittagessen mehr als einen Euro mehr als das konventionelle kosten. Mehr Geld für besseres Essen – diese Formel wird also auch bei vielen Studenten akzeptiert. Allerdings gab es in 2017 nur für 18 Prozent der Befragten täglich ein Angebot an Biogerichten in Mensen oder Kantinen.

Eine artgerechte Tierhaltung (Platz 1), regionale Herkunft der Produkte/Unterstützung der Produzenten (Platz  2) und die gesunde Ernährung waren in der Studie Hauptargumente für das Kaufen von teuren Bio-Lebensmitteln.

Tierschutzsiegel

Vor Kurzem, im Herbst 2019, haben zwei Grünen-Landtagsabgeordnete der rot-schwarzen Landesregierung eine Kleine Anfrage zur Qualität in den Uni-Mensen gestellt: Welches Fleisch kommt den niedersächsischen Studenten auf den Teller?

Dabei wurde in der von der Regierung in Auftrag gegebenen Studie differenziert zwischen Ort, Tierart, Tierschutzsiegel. Die Antwort: Das Neuland-Siegel, das das in den Studentenwerken Oldenburg und Osnabrück verwendete Fleisch auszeichnet, beinhaltet diese Richtlinien: Tier-Haltung auf Stroh ohne Fixierung, Auslauf ins Freie bzw. Weidehaltung, Stall-Tageslicht, regionale Futtermittel ohne Gentechnik, keine präventive Behandlung mit Antibiotika, Landwirtschaft mit Bestandsobergrenzen.

Sieger aus Nordwesten

Die zum Studentenwerk Oldenburg zugehörigen Standorte Emden, Elsfleth, Wilhelmshaven und Oldenburg haben nach den Ergebnissen der Prüfung ausschließlich Schweine- und Rindfleisch mit dem Tierschutzsiegel „Neuland“ im Angebot, im Bereich Geflügel sind es dafür nur 13 Prozent (87 Prozent konventionelle Tierhaltung), Fleisch von Bio-Betrieben gibt es nicht. Im Vergleich zu allen anderen Studentenwerken in Niedersachsen führt die Universität Oldenburg in dieser Kategorie. Vereinzelt gibt es in Vechta/Osnabrück Bio-Rind- und -Schweinefleisch. Aber nur Oldenburg biete das ganze Angebot von Schweine- und auch Rindfleisch mit Tierschutzlabel an.

Beim Gesamtanteil ökologisch erzeugter Lebensmittel sei das Oldenburger Studentenwerk ebenfalls besser als andere: Der Anteil liegt bei 28 Prozent, das Werk Osnabrück/Vechta ist mit 13,7 Prozent hinter Oldenburg. Weitere Studentenwerke: Göttingen (1,8 %), Ost-Niedersachsen (2 %), Hannover (minimal). Die Fleisch-Qualität in Oldenburg: überdurchschnittlich. Gute Qualität oder günstige Nahrung – was ist den Konsumenten nun wichtiger?

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
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