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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Warum ohne die Landfrauen nichts läuft

24.10.2018

Oldenburg „Meine Damen und Damen, Ladies und Ladies“, tönte es einleitend durch die Lautsprecher – ehe Moderatorin und Sängerin Annie Heger die Bühne betrat und gemeinsam mit Vanessa Maurischat für die ersten Lacher im Publikum sorgte. Viel passender hätte dieser Nachmittag in den Oldenburger Weser-Ems-Hallen nicht beginnen können. 800 Landfrauen – egal ob aus Norden, Wilsum, Osnabrück, Cloppenburg oder Schortens angereist – machten Oldenburg am Dienstag für ein paar Stunden zum Zentrum der Frauen aus dem ländlichen Raum.

Bereits seit 70 Jahren besteht der Landfrauenverband Weser-Ems, engagiert sich schwerpunktmäßig für die Familie und die Landwirtschaft. Ina Janhsen, seit Mai Vorsitzende des Landesverbandes, stand zum ersten Mal beim Landfrauentag auf der großen Bühne. „Welch ein Bild, welch eine Kulisse“, richtete sie ihre ersten Worte an die Frauen, ehe sie zum Motto der Veranstaltung „Es läuft...“ sprach. Sie betonte, dass die Bäuerin von heute viel mehr Aufgaben habe, als nur für den Haushalt zuständig zu sein. So seien sie häufig auch Ansprechpartner bei der Buchhaltung und kämpften sich über die vielen Hürden der Bürokratie. „Ohne Frauen in der Landwirtschaft läuft einfach nichts“, so Janhsen.

Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, lobte den großen Einsatz der vielen Landfrauen in Weser-Ems. „Hier ist eine echte Hochburg, jede fünfte Landfrau kommt aus Niedersachsen“, sagte sie. Es sei immer die Philosophie der Landfrauen gewesen, Probleme offen anzusprechen, Lösungen zu erarbeiten und auch umzusetzen. Scherb: „Sie sind das Sprachrohr für Frauen im ländlichen Raum. Und wenn man etwas erreichen will, muss man den Mund aufmachen.“ NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann ergänzte: „Alles, was die Landfrauen anpacken, wird auch etwas.“ Er finde es beeindruckend, dass Werte und Ideale dabei nicht verloren gehen.

Im Rahmen der über das gesamte Jahr stattfindenden Aktion „Landfrauen-Kulturjahr 2018“ hatte der Vorstand auch zu einem Schreibwettbewerb aufgerufen. Maren Meyer, stellvertretende Vorsitzende, lobte die große Vielfalt der knapp 80 Einsendungen. Eine Jury kürte die drei Siegerinnen Karin Heyken (Hohenkirchen), Hanna Heidemann (Schweiburg) und Anja Janßen (Wiesmoor). Fast alle der Beiträge wurden außerdem in dem gebundenen Werk „Lesenswertes aus Landfrauenfeder“ zusammengefasst.

Zum vierten Mal verliehen wurde außerdem der Dora-Garbade-Preis, als Erinnerung an die Gründerin des Verbandes Weser-Ems, Dora Garbarde. Eine völlig überraschte Anni Barkmann aus Messingen erhielt den mit 1000 Euro dotierten Preis. Eine besondere Ehrung erfuhren auch vier ehemalige Vorstandsmitglieder. Agnes Witschen war 16 Jahre im Vorstand tätig, zwölf davon als Vorsitzende. 14 Jahre im Vorstand arbeitete Hermanda Harms, Inge Hayen (Moorriem) zwölf und Frieda Wolbert acht Jahre. Sie engagieren sich noch heute in ihren Heimat-Landfrauenvereinen im Nordwesten. Ganz nach dem Motto: Einmal Landfrau – immer Landfrau.

Sönke Spille
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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