• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wie smart darf’s denn sein?

21.08.2018

Oldenburg Neulich in einem großen Oldenburger Elektromarkt: Das Regal mit den smarten Leuchtmitteln steht eher unbehelligt am Rande. Es leuchtet ganz manierlich, ohne dass der Vorzug gegenüber einer normalen Glühbirne wirklich klar würde. „Oh, smartes Licht“, möchte man sagen. Doch was macht es? Es leuchtet – smart?

Auch ich habe mich kürzlich mit einem jener Geräte ausgestattet, die aufs Wort hören und in Bewegung setzen, was immer sich über eine kompatible App vernetzen lässt: Haushaltsgeräte, Bewegungsmelder, Kameras, Thermostate – und eben Licht. Bislang arbeitet Alexa in meiner Küche als Radiowecker mit gewissen Vorzügen. Wenn mir danach ist, rufe ich nach der Musik meiner Wahl oder nach einem Hörbuch. Nun soll sie im nächsten Schritt auch das Licht steuern.

Günstig ist der Spaß nicht. Knapp 90 Euro verlangt Saturn für ein Starter-Kit mit drei Birnen, der nötigen Brigde zum Verbinden mit dem heimischen Router und einem Schalter. Nebenbei –das Angebot smarter Geräte in den großen Elektrofachmärkten Oldenburgs ist überschaubar, eine umfassende Beratung Glückssache. In diesem Fall habe ich Glück und treffe auf einen Mitarbeiter, der offenbar selbst Leuchten und Kameras in seiner Wohnung smart bedient.

Als technisch einigermaßen interessierter Mensch weiß ich natürlich, dass die smarte Welt ihre Schattenseiten hat. Erst im Mai hörte ich Professor Gerald Lembke vor dem Arbeitgeberverband in der Oldenburger Kongresshalle sagen: „Die Menschen wollen keine sprechenden Toaster.“ Für Alexa und Co. hatte der Dozent für Digitale Medien, Medienmanagement und Kommunikation an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg eher Spott übrig. Verbraucher sollten sich lieber überlegen, was genau sie brauchten und wohin sie ihre Daten schleusten. Auch geschätzte Kollegen sind skeptisch. „Ich würde mir so etwas nicht in meine Wohnung stellen“, sagt etwa Victor Deditius, der bei der NWZ für Datenschutz zuständig ist. Als US-Unternehmen unterliegt Amazon dem sogenannten „Cloud Act“, der den Behörden weitreichenden Zugriff erlaubt – um nur einen möglichen Einwand zu nennen.

Ich teile diese Bedenken nur bedingt. Mein Smartphone weiß ohnehin eine Menge von mir – und wirklich sensible Daten halte ich aus diesen Kreisläufen heraus.

Meine Glühbirnen habe ich jedenfalls schnell installiert und mit Alexa verknüpft – kein Hindernis für alle, die ein Smartphone bedienen können. Alexa weiß nun, wenn ich meine Wohnung in „Honolulu“-Licht tauche. Die Technik – seit Jahren am Markt – ist offenbar ausgereift.

Eine bessere Welt kauft man sich nicht mit smarter Elektronik. Es sind Artikel für Konsumenten, wie andere auch. Schick ist es schon.

Timo Ebbers Ltg. / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2151
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.