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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wie viele Amseln sind im Nordwesten übrig?

04.01.2019

Oldenburg Wie es um die Vogelarten in unseren Gärten steht, möchte der Naturschutzbund (Nabu) durch die bundesweite Aktion „Stunde der Wintervögel“ herausfinden. Von diesen Freitag bis Sonntag sind deshalb alle dazu aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu beobachten und dann zu melden, wie viele Tiere welcher Art zu sehen waren. Auch im Nordwesten interessiert die Naturschützer vor allem die Frage, wie sich der Bestand der Amseln entwickelt hat, nachdem in den vergangenen Monaten viele Tiere der sogenannten Usutu-Epidemie zum Opfer gefallen sind.

„Wir erwarten diese Zahlen also mit großer Spannung“, sagt Rüdiger Wohlers, Nabu-Geschäftsführer des Bezirks Oldenburger Land. Eigentlich ist der Nordwesten nämlich eine Amsel-Region. Während im vergangenen Jahr landesweit der Haussperling am häufigsten gezählt wurde, belegte etwa in der Stadt und im Landkreis Oldenburg die Amsel den Spitzenplatz. Nun könnte der Bestand in der Region um 80 bis 90 Prozent eingebrochen sein, befürchtet Wohlers.

Mitmachaktion vom 4. bis 6. Januar

So geht’s: Suchen Sie sich einen Platz, von wo aus Sie gut beobachten können. Das kann der Garten, der Balkon, das Fenster oder auch der Stadtpark sein.

Beobachten Sie eine Stunde lang (am besten morgens) und notieren Sie dabei von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die in diesem Zeitraum gleichzeitig zu sehen war. Das vermeidet Doppelzählungen.

Ihre Ergebnisse können Sie noch bis zum 15. Januar auf der Webseite zur Aktion eintragen. Samstag und Sonntag ist zudem in der Zeit von 10 bis 18 Uhr eine kostenlose Hotline unter der Nummer 0800/1157-115 freigeschaltet.

Übersicht mit vielen Infos unter www.stundederwintervoegel.de

Vogelwissen testen unter www.vogeltrainer.de

Ergebnisse melden unter www.nabu.de/onlinemeldung

Hingegen könnten die Chancen, im heimischen Garten einen Specht zu entdecken, gestiegen sein. Der Bestand in Oldenburg habe sich gut entwickelt, schätzt Wohlers.

Wer füttert, ist im Vorteil

Dass der Winter zum dritten Mal in Folge ungewöhnlich mild ausfällt, könnte ebenfalls Einfluss darauf haben, welche Vögel sich in hiesigen Gärten tummeln. Weniger Meisen könnten sich genötigt fühlen, aus Russland oder Skandinavien bis in unsere Region zu fliegen. Eine aus kalten Wintern gewohnte „Meisenflut“ dürfte also ausbleiben, sagt Wohlers. Besondere Gäste wie die Schwanzmeise oder der Seidenschwanz dürften also noch seltener zu entdecken sein.

Doch wann und wie sollten Vogelbeobachter ihre Stunde einplanen? „Am besten früh morgens am Futterhäuschen“, rät Rüdiger Wohlers. Die Tiere büßen in den kalten Nachtstunden viel Energie ein, die sie am Morgen durch Nahrung wieder aufnehmen. Wer füttert, ist also klar im Vorteil. Doch ist das auch sinnvoll, wenn nicht Schnee und Eis die übliche Nahrung bedecken? „Ja, immer“, sagt Wohlers entschieden. Die Frage, ob man Meisenringe auch bei mildem Wetter aufhängen sollte, werde überhaupt nur in Deutschland gestellt. Sonst werde überall freimütig gefüttert. „Das ist ein Weg, sich mit der Natur zu beschäftigen. Und das ist die Hauptsache“, sagt Wohlers.

Hier können Sie Ihre Ergebnisse direkt melden

Pures Interesse genügt

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen aus, um bei der Aktion teilzunehmen. Eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung also nicht nötig. Wer sich dennoch Wissen verschaffen möchte, um die Arten sicher bestimmen zu können, findet unter www.vogeltrainer.de erstmals ein kostenloses Onlinespiel. Zu den 15 häufigsten Arten – darunter etwa der Sperling, der Kleiber oder der Buntspecht – gibt es nicht nur Fotos, sondern auch Informationen über typische Verhaltensweisen und Nahrung. Außerdem finden Sie Tipps, wie man diese Vögel am besten beobachten oder was man für sie tun kann. Wer sich darin vertiefen möchte, kann sein Wissen anschließend sogar spielerisch in einem kleinen Quiz testen.

Bundesweit unterstützt der bayerische Partner „Landesbund für Vogelschutz“ die Mitmach-Aktion. Im vergangenen Januar beteiligten sich an der Vogel-Zählung in Niedersachsen mehr als 14.500 Menschen. Gemeldet wurden etwa 38 Vögel pro Garten. Häufigster Wintervogel war der Haussperling, gefolgt von der Kohlmeise und der Blaumeise.

Timo Ebbers Ltg. / Online-Redaktion
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