• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Insekten auch im Herbst schützen

12.09.2019

Oldenburger Land Kann man im September noch Blumenwiesen anlegen? Diese Frage stellen sich zurzeit Naturschützer, die auch im Herbst gern etwas für die Insektenwelt tun möchten. Die Antwort lautet ganz klar: Ja!

Wiesen aus heimischen Kräutern und Wildgräsern sind absolut winterhart und können wegen der zunehmenden Feuchtigkeit im Herbst häufig sogar besser keimen als im Frühjahr. Allerdings benötigt man dazu die richtige Saatmischung. Diese ist in kleineren Mengen zurzeit wieder beim Nabu in Oldenburg (Schlosswall 15) erhältlich. Größere Mengen sollten bei Saatgutanbietern bestellt werden, die regionale Wildpflanzensaaten mit dem Zertifikat „RegioZert“ verkaufen.

Reich gedeckter Tisch

Wiesen brauchen nicht jedes Jahr neu angelegt werden, sondern sind dauerhafte Lebensräume für Insekten und bieten diesen einen reich gedeckten Tisch.

Der Rückgang von artenreichen Wiesen und Säumen gilt als einer der wichtigsten Gründe für das Insektensterben. Dies stellte der Bericht der Bundesregierung zum Insektensterben 2018 nach Befragungen zahlreicher Experten aus dem gesamten Bundesgebiet fest.

Gefährdete Biotope

Natürliche Wiesen und Weiden gehören zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Deutschlands. Bei diesen extensiv genutzten Graslandbiotopen handelt es sich nicht um die häufig angelegten einjährigen Blühflächen mit Kulturarten wie Sonnenblume, Ringelblume oder Feldblumen wie Kornblume und Mohn. Solche Blühflächen bieten zwar auch wertvollen Pollen und Nektar für Insekten, dienen aber nur selten als Lebensraum für diese Tiere, weil sie spätestens am Ende des folgenden Winters, meist sogar schon im gleichen Jahr, wieder umgebrochen werden.

Die meisten Insektenarten brauchen neben Pollen und Nektar auch Überwinterungsmöglichkeiten und Stellen, wo sie ihre Nester bauen können. Diese Niststätten befinden sich häufig an und in offenen ungestörten Bodenstellen oder auch in verfilzten Altgrasbeständen. Für die Raupen vieler Schmetterlinge sind außerdem verschiedene Wildgräser nötig, die weder in bunten Blühstreifen noch im intensiv genutzten Grünland zu finden sind. Auch zahlreiche Heuschrecken ernähren sich von Gräsern.

Projekte des Nabu

Um dem zunehmenden Rückgang von Insektenarten und anderen Tieren und Pflanzen zu begegnen, wurden seitens des Nabu Oldenburger Land verschiedene Projekte mit angeschoben. Eines davon, das unter der Leitung des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen zusammen mit dem Nabu sowie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Universität Oldenburg entwickelt wurde, ist kürzlich als UN-Dekade-Projekt „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet worden.

Im Rahmen des Projektes „Biotopverbund Grasland“ werden zum Beispiel – nach Absprache mit den Flächennutzern – Grünlandflächen mit dem Mahdgut aus artenreichen Wiesen geimpft oder Wegränder mit Saatmischungen heimischer Wiesenblumen für die Insektenwelt aufgewertet.

Hier arbeiten Naturschutz, Landwirtschaft und Forschung Hand in Hand, um artenreiche Grünlandflächen miteinander zu vernetzen.


Weitere Informationen unter   www.nabu-oldenburg.org/projekte/artenschutzprojekte/artenreiches-grasland/ 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.