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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

So soll der neue Helgoland-Katamaran aussehen

03.01.2018

Oldenburger Land Aktuell arbeiten 247 Werftarbeiter und 60 Mitarbeiter im Hintergrund auf den Philippinen und in Australien an dem Schiff, in dem 127 Tonnen Aluminium verbaut werden. Den Auftrag bekam die Australische Werft Austral.

Bar mit Meerblick

Die Außenhülle steht bereits, nun beginnen Ausbau und Gestaltung des Innenraums. Das Innendesign wurde von dem australischen Designbüro Spear Green entworfen. Die Designer setzen auf eine helle und freundliche Raumatmosphäre. Mit neuen Materialien, angepassten Farben und einem entsprechenden Lichtkonzept verspricht FRS im neuen Katamaran mehr Komfort als im Halunder Jet. Eine Bar mit Blick auf das Wasser, breitere Sitze aus Leder, mehr Beinfreiheit und größtmögliche Fenster sollen laut Auftraggeber den neuen Hochgeschwindigkeitskatamaran „zum Salon auf hoher See“ machen.

Bei der Entwicklung des Neubaus habe ein besonderes Augenmerk auf dem Komfort der Passagiere gelegen, so FRS. Dafür wurde unter anderem die Form des Schiffs so entwickelt, dass es auch bei stärkerem Seegang stabil im Wasser liegt und die Wellenbewegung für Passagiere weniger spürbar ist. Die Austral setzt dabei auf neueste Technologien. Das moderne Bewegungsdämpfungssystem reduziert die Schiffsbewegungen auf ein Minimum und sorgt für eine angenehme Fahrt – auch bei einer Höchstgeschwindigkeit von 35 Knoten (ca. 65 km/h). „Austral ist weltweit führend im Bau von Hochgeschwindigkeitskatamaranen und auf Schiffe in Aluminiumbauweise spezialisiert“, so Jan Kruse, Geschäftsführer von FRS. Der neue Katamaran wird in Cebu auf den Philippinen gebaut und voraussichtlich im Frühjahr 2018 nach Hamburg überführt.

Ladestation

Auf einer Länge von rund 56 Metern und einer Breite von 14 Metern bietet der neue Katamaran Platz für 692 Passagiere – das sind 20 Prozent mehr Kapazität als der Halunder Jet fasste. Großzügig sind auch die Freiflächen: Sowohl auf dem Ober- als auch auf dem Brückendeck gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten, von denen die Passagiere den Ausblick genießen können.

Jeder Sitz verfügt zudem über einen USB-Anschluss, um auch unterwegs mobile Endgeräte laden zu können. Über zahlreiche Flachbildschirme erhalten die Passagiere wichtige Informationen zum Ziel und erfahren Wissenswertes entlang der Wegstrecke. Wer die Premium Class bucht, hat darüber hinaus Zugang zu einem VIP-Balkon.

Auch Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität können mithilfe eines Aufzugs zwischen den beiden Passagierdecks, behindertengerechter Toiletten und dank spezieller Plätze für Rollstühle sowie Plätzen mit beweglichen Armlehnen alle Bereiche des neuen Schiffes nutzen.

Der Halunder Jet ist seit 2003 in Betrieb und wurde speziell für den Helgolandverkehr konzipiert. Künftig wird er als „Clipper V“ auf der kanadischen Strecke Vancouver – Victoria eingesetzt. Den Baufortschritt können Interessenten auch im Bautagebuch im Internet verfolgen: http://www.helgoline.de/neubau/bautagebuch

Am Silvestertag hatte es einen Unfall am Südhafen in Helgoland gegeben, der aber nicht im Zusammenhang mit dem neuen Katamaran steht. Dass Passagier- und Versorgungsschiff „Helgoland“ war im Hafen aus dem Ruder gelaufen und gegen die Kaimauer geprallt.

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