• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Auf dem Bau droht Angriff aufs Gehör

28.04.2018

Oldenburger Land Kreissägen, Presslufthämmer und dröhnende Maschinen erreichen auf Baustellen hohe Lärmpegel: Wer sich nicht schützt, wird krank. Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste anerkannte Berufskrankheit in der Bauwirtschaft. Darüber hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) jetzt angehende Bauarbeiter aus dem gesamten Oldenburger Land im Ausbildungszentrum in Rostrup (Bad Zwischenahn/Kreis Ammerland) informiert.

Unter ihnen auch Gino Kiewert, Rohrleitungsbauer im ersten Lehrjahr. Mit Gehörschutz greift er versiert zum elektrischen Abbruchhammer und schmeißt die „Höllenmaschine“ an. Neben ihm steht Andreas Blomeyer, Messtechniker der BG Bau, und hält eine Art Mikrofon ans Ohr des Azubis. Das Messgerät zeigt 101 Dezibel an. „Ab 80 Dezibel muss der Arbeitgeber Gehörschutz zur Verfügung stellen, ab 85 Dezibel ist der Arbeitnehmer verpflichtet, diesen auch zu tragen“, stellt Blomeyer klar.

Die Fachleute der BG BAU schärften das Bewusstsein der Jugendlichen für Lärmrisiken in Beruf und Freizeit und informierten über Schutzmaßnahmen. „Sicheres Verhalten lohnt sich für alle Beschäftigten und ihre Familien“, lautet denn auch die Kernbotschaft des Präventionsprogramms der BG BAU „Bau auf Sicherheit. Bau auf Dich“.

Dabei spielt der Schutz vor Lärm eine besondere Rolle. Denn schwere Fahrzeuge oder Kompressoren zum Beispiel kommen auf 90 Dezibel (dB(A)). Baukreissägen und Schlagbohrmaschinen erreichen über 100 dB (A). Wer ungeschützt und über längere Zeit einem Schallpegel über 85 dB (A) ausgesetzt ist, kann unheilbare Schäden davontragen. Arbeitsstellen mit solchen Lärmpegeln sind deshalb laut BG Bau zu kennzeichnen. Technische und organisatorische Maßnahmen sind dort notwendig, um Lärm zu mindern.

Dass Schutzmaßnahmen dringend geboten sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Deutschlandweit sind etwa fünf Millionen Beschäftigte schädigendem Lärm ausgesetzt, teilt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin mit.

Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

NWZonline.de/gesundheit
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
Rufen Sie mich an:
0511/1612315
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.