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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Landwirte haben eigene Klima-Vorschläge

24.09.2019

Oldenburger Münsterland /Hannover Um die „Eskalationsspirale“ bei Klimaschutz-Fragen zu stoppen, fordert das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland die Politik auf, moderierend in die teils hitzigen Klima-Debatten einzugreifen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, ist der Forums-Vorsitzende Uwe Bartels am Montag in Hannover gewesen. In der Staatskanzlei übergab der ehemalige niedersächsische SPD-Landwirtschaftsminister Bartels Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ein Maßnahmenpapier, das den Titel „Klimaschutz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ trägt.

In der Einleitung des neunseitigen Papiers, das unserer Zeitung vorliegt, heißt es: „Die Agrar- und Ernährungswirtschaft erlebt gegenwärtig in der öffentlichen Diskussion in Deutschland eine regelrechte Eskalationsspirale – weg von der faktenorientierten Debatte über Haltungsbedingungen und Ackerbau hin zu ethischen Grundsatzfragen über Fleischkonsum und Klimaschutz.“ Von politischer Seite fehle ein moderierter Dialogprozess, „der diese zuweilen kontroversen Debatten thematisiert, umfassend auffängt, bündelt und in ein Gesamtkonzept münden lässt“. Es fehle an einem zwischen den Ressorts koordinierten Vorgehen auf Bundes- und Landesebene. „Wer die großen Herausforderungen der Agrar- und Ernährungswirtschaft nur in ihren Einzelanforderungen und nicht als Gesamtkomplex denkt, wird scheitern“, heißt es in dem Vorwort. Und weiter: „So erleben wir zurzeit zahlreiche Konflikte zwischen Tier- und Emissionsschutz, weitreichende Beurteilungslücken in Genehmigungsprozessen sowie ungeklärte Finanzfragen.“

Für die betroffenen Akteure der Landwirtschaft habe dieser Entscheidungsstillstand und Richtungsstreit „fatale Konsequenzen“. Sie würden – trotz Anpassungsbereitschaft – in ihren Möglichkeiten zur Weiterentwicklung behindert. Vor diesem Hintergrund sei die Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen, wie sie in der Dichte und Vielseitigkeit einzigartig in Europa sei, „hochgradig in ihrer Existenz gefährdet“. Die Umsetzung des Klimaschutzes könne nur mit einer Landwirtschaft erreicht werden, die eine wirtschaftliche, nachhaltige Existenzgrundlage habe. „Daher sollten Anreize zur Bildung steuerlicher Rücklagen für die Folgen von Klimaextremen geschaffen werden“, lautet eine der konkreten Forderungen in dem Papier. Die Landwirte müssten außerdem geschult werden, um für die neuen Anforderungen durch Tierwohl-, Umwelt- und Klimawirkungen gewappnet zu sein.

Außerdem sollten innovative Projekte in der Landwirtschaft nach dem Willen des Agrar- und Ernährungsforums stärker gefördert werden, etwa durch die Einrichtung spezieller Förderprogramme.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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