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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Geschäfte gegen Firmenbeteiligung?

07.08.2019

Osnabrück /Emlichheim Geschäfte gegen Firmenbeteiligung – das ist der Vorwurf, den die Staatsanwaltschaft gegen zwei frühere Manager der Emsland Group erhebt. Die Emsland Group ist Deutschlands größter Kartoffelstärkehersteller. Die Manager sollen sich einen „Vorteil großen Ausmaßes“ verschafft haben, weil sie 2007 einen exklusiven Logistik-Dienstleistungsvertrag mit einer Firma aus Bremen geschlossen hatten – gleichzeitig sollen sie sich mit den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern über eine Teilhabe an dieser Firma geeinigt haben.

Auch diese beiden früheren Manager des Dienstleisters sind angeklagt – die Staatsanwaltschaft wirft den vier Männern im Alter von 58 bis 62 Jahren Bestechung und Bestechlichkeit vor. Mehr als sechs Millionen Euro hätten die beiden Ex-Emsland-Manager mit dem Deal verdient, so der Vorwurf.

Die Anwälte der beiden Manager wiesen den Vorwurf jedoch zurück: Zum Vorwurf der Bestechung gehöre auch, dass es durch das Exklusiv-Geschäft eine Benachteiligung von Wettbewerbern gegeben habe. Davon könne aber keine Rede sein. Es habe zum damaligen Zeitpunkt überhaupt keinen Wettbewerber gegeben, der so umfangreich hätte tätig werden können wie das Bremer Dienstleistungsunternehmen, sagte Anwalt Alfred Dierlamm.

Dieser habe für die Emsland Group mit Sitz in Emlichheim (Grafschaft Bentheim) quasi wie ein ausgegliederter Dienstleister die komplette Seefahrt-Logistik des Konzerns verwaltet, habe Subunternehmer beauftragt und Lagerkapazitäten vorgehalten. Die für die Transportaufträge benötigten Unternehmen hätten die Aufträge nach wie vor bekommen, nur nicht mehr von der Emsland Group direkt, sondern von der Dienstleistungsfirma, argumentierten die Anwälte.

Auch zogen die Anwälte in Zweifel, dass ihre Mandanten jeweils mehr als drei Millionen Euro verdient hätten. Der Wert des Unternehmens sei viel zu hoch angesetzt worden. „Die Unternehmensbewertung wurde vom Finanzamt vorgelegt, nicht von einem unabhängigen Gutachter“, kritisierte Dierlamm. Außerdem sei das Geld nicht direkt an die beiden Ex-Manager geflossen.

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