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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Ostfriesen wollen alte Bahnstrecken zur Küste beleben

27.12.2012

Jever /Norden Zurück zur Natur – am liebsten mit dem Auto? Damit das nicht so bleibt, wollen die Urlaubsregionen in Ostfriesland bessere Bahnanschlüsse. Sogar die Reaktivierung einer alten Bahnstrecke von Norden (Kreis Aurich) in Richtung Esens (Kreis Wittmund) wird heiß diskutiert. Inseln, Landkreise, Kommunen und die Industrie- und Handelskammer setzen auf ein Gutachten und ein Gesamtkonzept für den mittel-ostfriesischen Raum. „Wenn Urlauber aus ganz Deutschland umweltfreundlich per Bahn ohne größeres Umsteigen anreisen können, kommen auch mehr Gäste“, hofft Geschäftsführer Tilli Rachner von der Verkehrsregion-Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) in Jever.

Erst am Freitag hatte die Deutsche Bahn die Modernisierung des Bahnhofs Norddeich Mole für rund eine Million Euro angekündigt. Ende 2013 soll dort auch die Intercity-Anbindung besser werden.

Doch so wichtig Norddeich und Emden als Fährhäfen für Borkum, Norderney und Juist sind, so bedeutend sind auch die kleineren Sielhäfen: In Benser-, Harle- und Neuharlingersiel fehlt es als Sprungbrett zu den anderen ostfriesischen Inseln an Bahnanschlüssen. Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge erlebten bereits nach der Stilllegung alter Strecken einen Rückgang von Urlaubern, die per Bahn anreisen. Inseln und Küstenbadeorte leiden zudem durch die langwierigen Gleisarbeiten beim Ausbau der Strecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg für den Jade-Weser-Port.

Touristiker setzen große Hoffnungen auf eine Verlängerung der Bahnstrecke von Sande über Esens nach Bensersiel. Und schon länger träumen die Kommunen von einer Reaktivierung der alten Küstenbahn zwischen Norden über Dornum nach Esens. „Beide Bahnkonzepte müssen noch miteinander verknüpft werden“, wünscht sich Rachner für das kommende Jahr.

Um die 12,5 Kilometer lange Schienenlücke zwischen Esens und Norden zu schließen, hat sich 2010 eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Bahn free vör d Küstenbahn“ gegründet. „Autofrei auf die Insel sollte als Umwelt-Konzept gerade mit Blick auf das Weltnaturerbe Wattenmeer unterstützt werden“, hofft auch Helmut Loerts-Sabin vom Wirtschaftskreis Harlingerland.

Die Region zwischen Ems und Jade brauche eine klare Position, denn eine Entscheidung werde letztlich die neue Landesregierung treffen.

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