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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

KABARETT: Plattdeutscher Charme mit Gänsehaut-Effekt

22.01.2005

OLDENBURG OLDENBURG - Die Pappenheimer in der ersten Reihe – der Buchbinder Wolfgang und der Elektroingenieur Wilfried – versichern hoch und heilig, Plattdeutsch wohl verstehen, aber nicht sprechen zu können. Kaum hat Ina Müller drei Worte mit Wilfried gewechselt, snakt er Platt, bei Wolfgang leistet sie im Laufe des Abends hin und wieder Dolmetscherdienste. „Nicht-Plattdüütsche sünd ok blots Minschen“, wird er getröstet. Nicht nur die Pappenheimer begeistert Ina Müller jetzt bei den 10. Oldenburger Kabaretttagen in der ausverkauften Kulturetage mit ihrem Soloprogramm „Platt is nich uncool“.

Aufgewachsen in Köhlen im Landkreis Cuxhaven zwischen Kühen und alten Bauernregeln ist Ina Müller eine „geborene Plattdeutsche“. Spitzzüngig und ironisch nimmt sie die alltäglichen Absurditäten in Stadt und Land aufs Korn, klärt auf über ländliche Besonderheiten wie Besamungstechniker und Hektarbälle, erzählt derbe Witze und referiert linguistisch fundiert über die zweite Lautverschiebung, die dem Plattdeutschen erspart geblieben ist: „Dor hevt wi kien Tied to.“

Ihr Themenspektrum ist breit gefächert, mit Hingabe beackert sie das weite Feld der Beziehungskisten von Mann und Frau, sei es zwischen Kuh und Heuboden oder am Frühstückstisch.

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Das Publikum lacht Tränen und lernt auch noch was dazu. Wer hat denn schon gewusst, dass eine Kuh pro Jahr 114 Kilogramm Methangas produziert. Das ist ein Sicherheitsrisiko, konstatiert Ina Müller und sinnt über ein „Pupsrecycling“ und eine Konferenzschaltung mit Trittin und Künast über Feng Shui im Kuhstall nach.

Das Soloprogramm offenbart zum einen den ganzen Charme der plattdeutschen Sprache und zum anderen Ina Müllers große Liebe zu Norddeutschland. Das wird besonders deutlich bei den Liedern, selbstverständlich auch auf Platt. Aus „What’s up“ wird der Buten-Kluten-Song, bei Lemontree bedient sie sich für den Dörp-Reggae, dem Schmachtfetzen „I believe, I can fly“ hat Müller den Text „Dat weer Mai“ verpasst. „Min Jehann“ von Klaus Groth interpretiert sie so schön soulig, dass man eine wohlige Gänsehaut bekommt.

Lore Timme-Hänsel Redakteurin / Kulturredaktion
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