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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Rezept gegen Sprachbarrieren

01.09.2016

Oldenburger Land Wo tut’s denn weh? Die Antwort auf diese einfache Frage fällt manchem gar nicht so leicht.

Mit einem Ringbuch voller Piktogramme soll die Beratung von Flüchtlingen, anderen Ausländern und Sprechbehinderten in den niedersächsischen Apotheken deutlich vereinfacht werden. Das Ringheft wurde an alle rund 2000 Apotheken in Niedersachsen verschickt und zum Gebrauch empfohlen, sagte Bezirksapothekerin Dr. Gabriele Röscheisen-Pfeifer gegenüber der NWZ .

Auf neun Seiten mit eindeutigen Bildern können die Patienten ihre Beschwerden mitteilen und die Apotheker die notwendige Therapie erläutern: „Es ist alles vorhanden, was für ein qualitativ hochwertiges Patientengespräch in einer Apotheke nötig ist“, betont die Oldenburger Apothekerin.

Sprech- und Sprachprobleme seien eine tägliche Herausforderung in den Apotheken, erläuterte die Oldenburger Expertin für unterstützte Kommunikation, Professorin Andrea Erdélyi. Sie leitet das Forschungsprojekt vom ersten Prototypen bis zum fertigen Ringbuch „UKAPO – Unterstütze Kommunikation in der Apotheke“.

Vier Jahre lang haben Wissenschaftler, Studierende, Apotheker, Sozialarbeiter und sprachbehinderte Mitarbeiter der gemeinnützigen Werkstätten in Oldenburg an dem Heft gearbeitet. In Testberatungen habe es sich bereits bewährt.

Röscheisen-Pfeifer sagte, sie hoffe, dass UKAPO nun auch in allen Apotheken verwendet werde. „Es ist entscheidend, dass sich Patienten und Apotheker verstehen.“ Häufig kämen Patienten in Begleitung, um sich das Gespräch übersetzen zu lassen. „Am Ende sind sich beide Seiten oft nicht sicher, ob der andere alles verstanden hat.“ Künftig könnten die Patienten selber kommen und direkt beraten werden.

Die Seiten des Ringheftes sind in Harz gegossen und können für den klinischen Gebrauch immer wieder desinfiziert werden. „Wir haben bereits zahlreiche Anfragen von Ärzten und Krankenhausapotheken“, sagte Erdélyi. Das Projekt sei bundesweit einmalig, möglicherweise werde es künftig auch in anderen Bundesländern eingesetzt.


     www.mezuk.de 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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