• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Dmk: Rolf Tönjes gibt das Werk noch nicht auf

28.10.2011

STRüCKHAUSEN „Guten Tag“ wünscht Rolf Tönjes lieber nicht – was soll auch gut sein, wenn einen Tag zuvor die Schließung des Milchwerks in Strückhausen angekündigt wurde? Der Betriebsratsvorsitzende hat jetzt genug zu tun, um den 58 Kollegen in dieser Situation beizustehen.

Das ist für den 54-Jährigen leider nichts Neues: „Gefühlt haben wir immer mit diesem Schritt gerechnet. Aber es ist doch etwas Anderes, wenn man es gesagt bekommt.“ Tönjes ist seit 1992 im Betriebsrat und seit 2006 Vorsitzender. Er hat die vielen Veränderungen im Milchwerk stets begleiten müssen, zuletzt die Auslagerung der Eisproduktion und die Einstellung der Produktion von Vollmilchpulver in Dosen. „Das war ein Sterben auf Raten“, sagt Tönjes rückblickend.

Das Schlimmste daran sei, dass im Strückhauser Werk immer gewinnbringend gearbeitet wurde. „Wir haben hoch motivierte Leute hier. Daran wird sich auch nichts ändern“, betont Tönjes. Bei allen Veränderungen hätten die Mitarbeiter immer zum Unternehmen gestanden.

Deshalb hat Rolf Tönjes, wie er sagt, „noch einen kleinen Funken Hoffnung“. Über den Gesamtbetriebsrat des Unternehmens, das seit der Fusion von Humana und Nordmilch nun Deutsches Milchkontor (DMK) heißt, will der Strückhauser Betriebsrat einen Unternehmensberater ins Haus holen.

Der soll das am Mittwoch vorgelegte Strukturkonzept überprüfen. „Unser Ziel ist, dass wir so viele Kollegen wie möglich halten können“, erklärt Tönjes den Versuch, die Schließung doch noch zu verhindern. Nach dem Umstrukturierungskonzept, das der Vorstand dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorgelegt hat, soll das seit 1884 hier ansässige Milchwerk spätestens 2013 geschlossen werden (die NWZ  berichtete).

Tönjes hat eine Idee, wenn hier, wie angekündigt, die Pulverproduktion aus Rohmilch eingestellt und zentral am Standort Zeven gebündelt wird: Molke, die bei der Käseherstellung anfällt, könnte von den Strückhauser Fachleuten zu Spezialpulver verarbeitet werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Unterstützung bekommen Tönjes und seine Kollegen von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Wir halten das Konzept nicht für alternativlos“, reagierte am Donnerstag NGG-Geschäftsführer Mat-thias Brümmer, auf die DMK-Pläne. Die Zusage eines höheren Milchgeldes an die Bauern nach der Fusion von Humana und Nordmilch „dürfen nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit dem Verlust ihrer Arbeitsplätze bezahlen“, sagte Brümmer.

Noch, sagt Rolf Tönjes, sei das Konzept und damit die Werksschließung nur eine Empfehlung. Die habe es in den vergangenen Jahren mehrfach gegeben, konnte aber bisher immer abgewendet werden. Tönjes gibt den Kampf also noch nicht auf.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2322
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.