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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Rückenwind für Energiewende gefordert

22.03.2014

Oldenburg Die Energiewende dürfe nicht schlecht geredet, sondern müsse als Chance begriffen werden. Diese Botschaft hat die Oldenburgerin Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, am Freitagabend in der Weser-Ems-Halle an mehr als 800 Zuhörer gerichtet. Die Energieökonomin eröffnete mit ihrem Impulsvortrag „Kampf um Strom: Wirtschaftliche Chancen einer klugen Energiewende“ eine Podiumsdiskussion zum Thema „Energiewende – die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts“.

Bundeswirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) will die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 1. August umsetzen. Damit soll die Wende vorangebracht werden, die im Jahr 2050 realisiert sein soll. Dann soll der Strom in Deutschland zum größten Teil aus Erneuerbaren Energien kommen: aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse.

Kemfert machte deutlich, dass die Energiewende mehr sei als eine „Strom-Angebotswende“. Der Fokus dürfe nicht nur auf der Stromerzeugung, sondern müsse ebenso auf Mobilität, Gebäudeenergie und dem Energieverbrauch in Unternehmen liegen. Hier gebe es noch „erhebliche Einsparpotenziale“. Gleichzeitig brachte Kemfert ihr Unverständnis über politische Diskussionen in Bayern zu möglichen Laufzeitverlängerungen von Kraftwerken zum Ausdruck. „Es sollte lieber über den Ausbau der Windenergie in Bayern nachgedacht werden“, meinte sie.

Neben Kemfert saßen Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender EWE AG), Dr. Klaus Meier (wpd AG Bremen) und Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wuppertal) auf dem Podium. Während Wenzel vom Bund „intensive Weichenstellungen“ für die Energiewende forderte, ist laut Brinker „schon viel erreicht“. Meier sieht eine „Vorreiterrolle Deutschlands“, und für Prof. Schneidewind bedeutet die Energiewende keinesfalls das von einigen befürchtete Aus des Industriestandortes Deutschland.

Die Experten debattierten im Rahmen des Programms zum 40. Geburtstag der Uni Oldenburg. Zugleich war die Runde Teil des Programms der „zukunftsenergien nordwest“, Deutschlands größter Job- und Bildungsmesse zu Erneuerbaren Energien, die an diesem Sonnabend in der Weser-Ems-Halle fortgesetzt wird.


     www.zukunftsenergien-nordwest.de 

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