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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Russen hören auf Oldenburgerin

20.01.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T10:14:12Z 280 158

Einladung:
Russen hören auf Oldenburgerin

Oldenburg Elke Haase war schon oft beruflich im Ausland, auch und gerade in Russland. Aber diese Einladung ist dann doch ganz besonders. Sie wird in knapp einem Monat in Moskau auf Einladung des russischen nationalen Energieservice-Unternehmens FESCO des russischen Energieministeriums in Moskau im Gebäude des russischen Parlaments – der Duma – einen Vortrag halten über die Mikrovermehrung von Biomassepflanzen.

„Diese Einladung ist eine große Ehre für mich“, sagt die Diplom-Biologin und Inhaberin der Firma Piccoplant in Oldenburg. Das Unternehmen hat sich auf Pflanzenvermehrung spezialisiert. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat den Russen Elke Haase empfohlen.

Im wissenschaftlichen Netzwerk Sojus Bioenergie bahnen deutsche und osteuropäische Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter gemeinsam neue Kooperationsprojekte aus dem Bereich der Bioenergie an und unterstützen sich gegenseitig bei der Umsetzung.

Dabei werden ausschließlich deutsche Technologien aus dem Bereich der Bioenergie vorgestellt, die technisch und wirtschaftlich belastbar beschrieben werden können und für die möglichst bereits russische Partner und ein erster geplanter Standort benannt werden können. „Der Schwerpunkt liegt dabei mit Rücksicht auf die spezifische Situation der russischen Energieversorgung auf dezentralen Lösungen“, erklärt Elke Haase.

Das Themenspektrum am 18. und 19. Februar reicht von der Nutzung von Grubengas und von Synthesegas aus Restholz für dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung (z.B. für den Einsatz in Sibirien) bis hin zu Biogasgewinnung aus Zuckerrübenpulpe, Stroh und/oder stickstoffreichen Abfällen/Geflügelkot.

Mit zwei Orden im Gepäck kehrte die Oldenburger Unternehmerin vor ein paar Jahren aus Moskau zurück. Russische Veteranenverbände und der russische Ausschuss für internationale Beziehungen hatten die Inhaberin der Firma Piccoplant für ihre Verdienste um Frieden und Internationalität ausgezeichnet. Sie hatte die Russen mit einer besonderen Flieder-Züchtung begeistert. Piccoplant ist weltgrößter Fliederproduzent und liefert jährlich 180 Sorten und 600 000 Pflanzen in alle Welt.

Piccoplant pflegt auch beste Beziehungen nach China. Dort beliefert die Firma Kunden – ausgerechnet mit Bambus. „Das mag klingen, wie Eulen nach Athen zu bringen, aber bestimmte Ziersorten gibt es auch im Heimatland des Bambus nicht“, erklärt Haase. Diese werden im Labor in akribischer Kleinarbeit selbst gezüchtet.

Ihre Anfänge lagen als Assistentin an der Uni Oldenburg vor 20 Jahren. Dann machte sie sich selbstständig. „Das habe ich nicht bereut, es ist so interessant. Ich habe weltweit Menschen kennengelernt, gute Kontakte. Das war für mich genau die richtige Entscheidung.“

Angefangen hat Haase allein. Es kamen ein, zwei Mitarbeiter hinzu. Heute sind es saisonabhängig bis zu 70.