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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Sander Wünsche noch nicht erfüllt

29.08.2006

OLDENBURG /WILHELMSHAVEN /SANDE

und Ulrich Schönborn OLDENBURG/WILHELMSHAVEN/SANDE - Als „großen Schritt vorwärts“ hat die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) die zwischen Bahnchef Hartmut Mehdorn und Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) geschlossene Vereinbarung über den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven bezeichnet. „Jetzt werden endlich Fakten für eine solide Hinterland-Anbindung des Jade-Weser-Ports geschaffen“, sagte IHK-Verkehrsexperte Michael Ahrens gestern in Oldenburg.

Nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis des Spitzengesprächs ist die Gemeinde Sande, die vehement für eine Umgehungs-Trasse der Bahn kämpft. Der Hintergrund: Wenn der Betrieb des Jade-Weser-Ports auf Hochtouren läuft, werden täglich 36 zusätzliche, bis zu 700 Meter lange Güterzüge auch nachts mitten durch die 9500-Einwohner-Gemeinde rollen – mancherorts liegt die Bahntrasse nur wenige Meter von Wohnhäusern entfernt. Die Schließzeiten von Schranken an innerörtlichen Bahnübergängen würden sich auf bis zu zehn Stunden summieren – Feuerwehr und Notärzte des benachbarten Krankenhauses in Sanderbusch haben wegen Sicherheitsrisiken bereits Alarm geschlagen.

Auch nach dem gestrigen Spitzengespräch bleiben Zeitplan und Finanzierung der neuen Bahn-Trasse in Sande völlig offen. Bürgermeister Josef Wesselmann erklärte, die Gemeinde sei natürlich bereit, sich an den Kosten zu beteiligen – eine Dreiteilung könne sich Sande allerdings auf keinen Fall leisten. Hier müsse über andere Lösungen verhandelt werden.

Die durchgehenden Zweigleisigkeit und die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven ist mit einem Planfeststellungsverfahren verbunden. Dabei werden nach Angaben des Landes auch „die berechtigten Interessen der Anwohner hinsichtlich der zu erwartenden Lärmbelastungen“ erörtert werden. Diese möglichen Belastungen hatten nicht nur in Sande, sondern auch in Varel, Rastede und Oldenburg für massive Bürgerproteste gesorgt. Im Planfeststellungsverfahren steht den Bürgern der Klageweg offen, wenn gesetzlich zulässige Lärmpegel durch Güterzüge überschritten werden sollten.

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