• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Schweinehalter in der Krise

29.09.2014

Cloppenburg Die Schweinehalter in Deutschland sind in keiner guten Lage: Sie stehen nicht nur wegen der Massentierhaltung in der öffentlichen Kritik, sondern leiden auch unter einer stark zurückgegangenen Nachfrage. So seien in den vergangenen drei Wochen die Schlachtpreise eingebrochen, sagt Marktexperte Matthias Quaing von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands.

„Wir hatten einen Preis von 1,65 Euro, jetzt liegen wir bei 1,46 Euro pro Kilo Schlachtgewicht“, sagte er. Das bedeute für Landwirte einen Verlust von 19 Euro pro Schwein. Einzelne Schlachtbetriebe zahlten sogar weniger. Vereinzelt gehe es für die Betriebe um die Existenz.

Die Lage auf den Rohstoff- und Fleischmärkten ist eines der Themen beim sogenannten Veredelungstag, einer Fachtagung des Deutschen Bauernverbandes, am Dienstag in Cloppenburg. Es geht aber auch um die anderen großen Probleme der Branche: Um die Vereinbarkeit von Tierwohl und Markterfordernissen, um den Einsatz von Antibiotika in der Schweinehaltung und um den Umgang mit der Gülle.

Vor allem Vorträge zu zwei Vorhaben zur Verbesserung des Tierwohls dürften die Landwirte interessieren: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte Mitte September angekündigt, über freiwillige Vereinbarungen mit den Bauern den Tierschutz in den Ställen verbessern zu wollen. Auch die „Initiative Tierwohl“ setzt auf Freiwilligkeit: Teilnehmende Landwirte bekommen für über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Tierwohlmaßnahmen Zusatzzahlungen aus einem Fonds, den der Handel mit 195 Millionen Euro speist. Gestartet werden soll 2015.

Auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück beschäftigt sich in der nächsten Woche mit der Frage, wie artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft möglich sein kann.

Ursache für die gesunkenen Schlachtpreise seien der von Russland verhängte Importstopp für Schweinefleisch aus der EU wegen der Sanktionen im Ukraine-Konflikt sowie die schleppende Nachfrage auf den Binnenmärkten. Sowohl Verbraucher als auch Wursthersteller kauften deutlich weniger Fleisch als üblich. „Der Markt läuft derzeit überhaupt nicht“, sagte Quaing.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.