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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Segler soll Kreuzfahrt revolutionieren

05.09.2014

Hamburg /Bremerhaven /Aurich /Oldenburg Ein Team aus nordwestdeutschen Unternehmern und Schifffahrtsfachleuten will den Luxus-Kreuzfahrtschiffbau revolutionieren. Demnach sollen Passagiere schon in Kürze mit der bisher effektivsten Segeltechnologie über die Meere geschippert werden.

Geplant sei ab etwa Mitte 2015 der Bau mehrerer besonders umweltverträglicher und ressourcenschonender Segel-Kreuzer („Green Cruiser“), die die Vorteile von zwei Antriebskonzepten – Segelrotor und modernes Profilsegel – kombinierten, kündigte die neu gegründete Green Sailing GmbH an. Unterm Strich sollen 50 Prozent Brennstoff eingespart werden.

Die Firma hat ihren Sitz in Hamburg. Doch die Persönlichkeiten, die hinter dem Projekt stehen, sind in Ostfriesland, dem Oldenburger Land und Bremen zu Hause.

Dies sind: Der technische Geschäftsführer Rolf Rohden (Bremerhaven), der einst Chefentwickler bei Enercon (Aurich) und Erfinder des „E-Ship No 1“ mit Flettner-Windrotorenantrieb war und dessen heutiges Unternehmen Innoven GmbH (Bremerhaven) nun die ausgeklügelte Segeltechnologie entwickelt, die beim „Green Cruiser“ zum Einsatz kommen soll, neben dem „sauberen“ Flüssiggas LNG. Zweiter Chef ist der kaufmännische Geschäftsführer Norbert Schlesiger. Er bringt umfangreiche Erfahrungen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energie ein, zuletzt aus seiner Tätigkeit als Vertriebsvorstand bei der Aleo Solar AG in Oldenburg.

Beide sind auch Miteigentümer. Dritter Gesellschafter soll nach Informationen dieser Zeitung der Bremer Technologie-Unternehmer Marco Fuchs (OHB AG) sein.

In dem Kreuzfahrtschiffprojekt engagiert sich zudem – als Aufsichtsratsvorsitzender – Niels Stolberg (Best Ship Consult/Oldenburg). Der Oldenburger hatte einst über 15 Jahre die Bremer Schwergutreederei Beluga Shipping aufgebaut und Segel-Zusatzantrieb („Sky Sails“) auf einigen Frachtern genutzt.

Stolberg wartet seit längerem auf einen Verhandlungstermin wegen Anklagen um den Vorwurf der Bilanzfälschung im Zusammenhang mit dem Untergang seines früheren Unternehmens im Jahr 2011, nachdem der Investor Oaktree eingestiegen war.

Der „Green Cruiser“ soll nun Aufsehen erregen. „Es ist das erste Mal, dass bei einem Schiff in dieser Größe durch eine neuartige Hochtechnologie-Segelmaschine mehr als 50 Prozent Brennstoff eingespart werden können. Insbesondere die Diskussion über die schmutzige Kreuzschifffahrt haben uns veranlasst, dieses Projekt umzusetzen“, hieß es. Auf schwefelhaltiges Schweröl werde verzichtet.

Der Green Sailing Cruiser ziele „auf ein Segment, für das es zur Zeit kein Angebot gebe: 5-Sterne-Ambiente und sehr individuelles Reisen in ausgesuchte Regionen der Erde in Kombination mit substanzieller Nachhaltigkeit“, erläuterte Norbert Schlesiger. Rund 350 Passagiere sollen mitfahren.

Die Investitionskosten für den Green Cruiser (150 Meter lang, 30 Meter breit) gibt die Green Sailing GmbH mit 135 Millionen Euro an. Bauen soll das revolutionäre Schiff eine deutsche Werft, sagte Stolberg. Hierzulande sei man technologisch „prädestiniert“. Es gebe dazu Gespräche mit Werften und Investoren.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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