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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Milchkontor: „Sind geschockt und entsetzt“

14.03.2012

STRüCKHAUSEN Beschäftigte des Deutschen Milchkontors (DMK) haben am Dienstag vor dem Hauptsitz der Molkerei in Bremen gegen die geplanten Werksschließungen demonstriert. Unter ihnen waren auch gut 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werks in Strückhausen. Genützt hat es nichts. Am späten Nachmittag hat das Unternehmen mitgeteilt, dass die Schließung des Werks in Strückhausen endgültig beschlossene Sache ist. „Wir sind geschockt und entsetzt“, kommentierte auf Nachfrage der NWZ  der Betriebsratsvorsitzende Rolf Tönjes.

Bei der Demonstration in Bremen waren einige der Beschäftigten aus der Wesermarsch als Sargträger aufgetreten, um vor den Augen der Geschäftsführung ihrem Unmut und ihrer Sorge angesichts der drohenden Werksschließung Ausdruck zu verleihen. Zu diesem Zeitpunkt ahnten sie nicht, dass noch am selben Tag das endgültige Aus folgen sollte.

„In seiner Sitzung am 13. März hat der Aufsichtsrat des Molkereikonzerns DMK Deutsches Milchkontor GmbH über die künftige Werksstruktur beraten und basierend auf dem Konzept der Geschäftsführung sowie einem Gegengutachten der Arbeitnehmerseite mehrheitlich die Optimierung der Werksstruktur beschlossen“, heißt es nüchtern in einer Presseerklärung von DMK. Und weiter: „Die Maßnahmen beinhalten Verlagerungen von Produktionsabteilungen sowie die Schließung von zwei Standorten.“

Gemeint sind damit das Werk in Strückhausen und der „Milchhof Magdeburg“, eine 100-prozentige Konzerntochter. In der Wesermarsch sind laut Rolf Tönjes 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Hinzu kommen nach seiner Auskunft die 40 Milchsammelwagen-Fahrer, die in der Rechnung immer vergessen würde, denen aber ebenfalls der Job-Verlust drohe.

Wie geht es nun weiter? Tönjes und seine Mitstreiter wollen in einem ersten Schritt versuchen, mit dem Gesamtbetriebsrat eine Strategie zu entwickeln. Dabei muss der Fokus nach seiner Meinung auf zwei Dingen liegen: Es müsse die Frage geklärt werden, welche der in Strückhausen Beschäftigten bereit wären, in ein anderes DMK-Werk zu wechseln. Dafür kämen Edewecht und Zeven in Frage.

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Für wichtiger noch hält es Tönjes, dass die Arbeitnehmervertreter ein Wort mitreden, wenn der Konzern, wie angekündigt, an einem Nachfolge-Konzept für den Standort Strückhausen arbeitet. Die Schließung des Werks soll nach Mitteilung von DMK bis Mitte 2013 über die Bühne gebracht werden. Tönjes: „Wir werden das Beste aus der Situation machen und versuchen, für jeden Kollegen einen neuen Arbeitsplatz zu finden.“

Vom Konzern heißt es: „DMK legt größten Wert auf eine sozialverträgliche Gestaltung der anstehenden Veränderungen. Erklärtes Ziel ist es, betriebsbedingte Kündigungen – durch die Ausschöpfung aller möglichen Begleitmaßnahmen – auf ein Minimum zu reduzieren oder Mitarbeitern Angebote der Weiterbeschäftigung an anderen Standorten zu machen.“

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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