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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Tourismus ist wichtig fürs Wattenmeer

20.11.2019

Stadland Der Sandregenpfeifer, der Alpenstrandläufer oder das Sumpf-Glanzkraut: Alle drei stehen auf der Liste der bedrohten Arten und wären möglicherweise nicht mehr im Wattenmeer zu finden, wenn es nicht vor zehn Jahren von der Unesco zum Weltnaturerbe ernannt worden wäre. Anlässlich dieses Jubiläums hatte die Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer am Dienstag zum zehnten Weltnaturerbeforum nach Stadland eingeladen. Rund 100 Vertreter der Gemeinden, Touristik-Anbieter und Unterstützer kamen im Seminarhotel Kunze zusammen, um zurückzublicken und sich auch über zukünftige Projekte auszutauschen.

Die Vielfalt der Arten in diesem weltweit einzigartigen Biosphärenreservat schützen – das ist das Hauptziel der Nationalparkverwaltung mit ihrem Leiter Peter Südbeck. Während seines Vortrags zu Beginn der Veranstaltung berichtete er auch von den Anfängen und dem Auftrag, den er und sein Team von der Unesco bekommen haben: „Wir wurden darauf hingewiesen, dass zehnmal so viele Touristen kommen, wenn das Gebiet zum Weltnaturerbe ernannt wird und wurden gefragt, wie wir damit umgehen“, berichtete Südbeck.

Er betonte ausdrücklich, dass auch der Tourismus entscheidend für das Wohl des Wattenmeers ist. „Wir glauben, dass ein Nebeneinander von Tourismus und Naturschutz möglich ist und Chancen bietet“, betonte der Diplom-Biologe. Gleichwohl müssten Einheimische wie Touristen gewisse Einschränkungen akzeptieren, wie zum Beispiel die Sperrung von gewissen (Strand-)Abschnitten, damit Vögel wie der Sandregenpfeifer in Ruhe brüten können.

„Der Bestand der Sandregenpfeifer ist seit 2009 um 30 bis 40 Prozent gestiegen. Das ist jedoch nur möglich, wenn die Menschen wissen, dass es sich lohnt, sich für die Natur einzusetzen“, sagte Südbeck. Aufgabe der Nationalparkverwaltung sei es folglich auch, die Menschen zu informieren, um Verständnis für Natur und eventuelle Einschränkungen zu schaffen. „Wir haben einheitliche Informationssäulen aufgestellt, zudem kümmern sich 13 festangestellte und weitere ehrenamtliche Ranger um ihre Gebiete und bieten auch Führungen an.“

Südbeck berichtete, dass das Bewusstsein für das Wattenmeer bei den Menschen seinen Beobachtungen nach bereits gestiegen sei und nannte dafür ein konkretes Beispiel: „Schiffshavarien sind das größte anzunehmende Risiko und sorgen in der ganzen Republik für Aufmerksamkeit.“ Auch die Vermüllung der Meere rücke immer mehr ins Blickfeld der Menschen. „Herumliegende angespülte Fischernetze werden häufig eingesammelt und in den von uns aufgestellten Behältern entsorgt.“

Südbeck gab zudem einen Ausblick auf die Herausforderungen der Zukunft: „Wir müssen die natürliche Dynamik zulassen und eine Strategie für die Arten entwickeln, die hierher gebracht werden.“ Mit Ersterem ist gemeint, dass Pflanzen auch wandern und neue Lebensräume erschließen. Zweites ist ein Resultat der globalen Schifffahrt, die Samen von neuen Pflanzenarten ins Wattenmeer bringt.

Als besonderer Gast war Katja Just, Bürgermeisterin der Hallig Hooge im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer, eingeladen. Sie berichtete humorvoll von dem Leben mit rund 100 Menschen auf 5,78 Quadratkilometern, Touristen nicht mit eingerechnet. „Man kann sich nicht aus dem Weg gehen und muss lernen, Konflikte auszuhalten. Unsere Schule ist mit 13 Kindern voll besetzt. Viele gehen zur Ausbildung aufs Festland, kommen aber später wieder“, berichtete Just.

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Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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