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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Stolberg: Banken rissen sich ums Beluga-Geschäft

16.03.2016

Bremen Der wegen Kreditbetrugs angeklagte Ex-Chef der Schwergutreederei Beluga, Niels Stolberg, hat auf das Interesse der Banken an der Finanzierung von Beluga-Schiffsneubauten hingewiesen. Sowohl die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) als auch die Bremer Landesbank, eine Nord/LB-Tochter, hätten Geschäfte mit Beluga machen wollen. „Es gab eine Konkurrenz zwischen Mutter und Tochter“, sagte Stolberg vor dem Landgericht Bremen.

Das Gericht wertete am Dienstag zahlreiche Urkunden aus, die im Großformat im Gerichtssaal an eine Leinwand projiziert wurden. Es ging um Bauverträge mit einer Werft in China, Vereinbarungen mit der niederländischen Werft Volharding, Stundungsabkommen und Darlehensverträge. Dem Prozess liegen 42 Ordner mit über 10 000 Seiten Akten und Hunderte Ordner mit Beweismaterial zugrunde.

Stolberg zeigte sich zuversichtlich, dass sich der Kreditbetrug-Vorwurf gegen ihn nicht halten lasse. Er verwies dazu auch auf die Aussage eines Zeugen der niederländischen Werft Volharding, der die von der Anklage kritisierte Finanzierungspraxis bei Beluga als „branchenüblich“ bezeichnet hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft Stolberg vor, höhere Investitionsvolumen für Schiffsneubauten vorgetäuscht und so Banken zu höheren Darlehensvergaben gebracht zu haben.

Der Prozess gegen den ehemaligen Beluga-Chef hatte am 20. Januar in Bremen begonnen. Das Gericht hat insgesamt 56 Verhandlungstage angesetzt. Stolberg muss sich wegen Betrugs, Kreditbetrug und Untreue verantworten.

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