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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Stolberg gesteht erneut Fehlverhalten ein

04.08.2016

Oldenburg /Bremen Der frühere Chef der 2011 zusammengebrochenen Bremer Beluga-Reederei, Niels Stolberg, hat am Mittwoch vor dem Bremer Landgericht erneut persönliches Fehlverhalten eingeräumt und gleichzeitig einen Großteil der Anklagepunkte zurückgewiesen.

Große Reportage: Beluga – Spuren eines Untergangs

Nach einer dreiwöchigen Verhandlungspause unterstrich Stolberg in einer persönlichen Erklärung, dass es ihm bei seinem Verhalten ausschließlich darum gegangen sei, das Unternehmen vor dem Untergang zu bewahren. Niemals habe er die Absicht gehabt, andere Unternehmen oder Personen finanziell zu schädigen. Bei seinen Bemühungen um den Erhalt der Beluga-Reederei habe er Fehler gemacht – „dafür muss und werde ich die Verantwortung tragen“, schloss Stolberg seine knapp halbstündige Erklärung. Der in Brake (Wesermarsch) geborene und inzwischen in Oldenburg lebende Ex-Reeder erläuterte auch einige Detailfragen, die nach der Vernehmung verschiedener Zeugen im Unklaren geblieben waren. Dabei ging es unter anderem um die Frage, ob ein Geschäftspartner, der angeblich fünf Millionen Euro durch seine Beteiligung an Stolbergs Unternehmen verloren hat, in Wirklichkeit keinen Schaden erlitten habe.

Stolberg und drei weitere Beluga-Manager müssen sich seit Januar wegen Kreditbetrug, Untreue, Bilanzfälschung und Betrug vor einer Wirtschaftskammer des Bremer Landgerichts verantworten. Bei einem Schuldspruch könnten den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen drohen. Das Verfahren ist zunächst bis Oktober terminiert. Mitte August wollen die Prozessbeteiligten sich außerhalb der Verhandlung über den Fortgang des Verfahrens verständigen.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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Beluga | Bremer Landgericht

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