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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Stolberg-Prozess in entscheidender Phase

03.08.2016

Bremen /Oldenburg Nach der Sommerpause geht am Bremer Landgericht an diesem Mittwoch einer der größten Wirtschaftsprozesse der Schifffahrtsbranche ins letzte Drittel. Aktuell sei im Beluga-Prozess keine Zeugenvernehmung vorgesehen, teilte das Gericht mit. Vielmehr werde die Verlesung von Urkunden ins Auge gefasst. Mehr als 30 Verhandlungstage sind vorbei, 16 stehen bis zum 26. Oktober noch aus.

Ob der Hauptangeklagte, der mittlerweile in Oldenburg lebende Ex-Beluga-Chef Niels Stolberg (55), im Sinne der Anklage der Untreue, des Kreditbetruges und der Bilanzfälschung schuldig ist, ist offen. Mit ihm sitzen weitere drei Ex-Beluga-Manager auf der Anklagebank. Die Bremer Schwergutreederei Beluga gehörte einst zur Weltspitze, geriet aber durch die Schifffahrtskrise ins Schleudern und rutschte schließlich 2011 in die Insolvenz.

Es gibt drei umfangreiche Anklageschriften. Die Vorsitzende Richterin und die beiden beisitzenden Richter wurden rund 20 Monate freigestellt, um sich in die hochkomplexe Welt der Reeder, Werften und Schiffsfinanzierungen einzuarbeiten und sich durch unzählige Ordner mit Hauptakten und Beweismaterial zu wühlen.

In diesem Monat will die Kammer Angeklagten, Verteidigern und Staatsanwaltschaft das bisherige Verfahren, die derzeitige Rechts- und die Beweislage darstellen. Bei der Strafzumessung ist man im Beluga-Prozess indes noch lange nicht.

Die Kammer geht äußerst akribisch und vorsichtig vor. Sie will keine Fehler machen, um bei einem Urteil nicht in die Revisionsfalle zu tappen. Berufung ist nicht möglich, sondern nur eine Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) wegen etwaiger Rechtsfehler.

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