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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Internet: Studenten streiten um Suchmaschine

27.06.2013

Oldenburg Kann eine Suchmaschine verpflichtet werden, einen alten Artikel in einer Studentenzeitung nicht mehr anzuzeigen, der dem damaligen Autor mittlerweile unangenehm ist? Um diese Frage stritten sich am Mittwoch Studierende der Hanse Law School im Oberlandesgericht Oldenburg. Die simulierte Verhandlung unter Leitung des Richters und Lehrbeauftragten Dr. Ivo Joswig bildete das Finale des diesjährigen „Moot Court“, zu deutsch fiktives Gericht. Die Hanse Law School ist ein rechtswissenschaftliches Studienprogramm der Universitäten Oldenburg, Bremen und Groningen.

Selbstbewusst bestritten die Studenten in englischer Sprache die Verhandlung. In Zweier-Teams traten die jeweiligen Parteien vor den Richter. Familie und Freunde verfolgten auf der Zuschauerbank gebannt das Geschehen. „Es ist das erste Mal, dass ich eine Gerichtsverhandlung aktiv miterlebe“, erzählte Johanna Koops wenige Minuten vor Beginn der Verhandlung. Sie und ihre Mitstreiterin Ferina Ziegler gehören zu den sechs Studenten, die es in die Endrunde des „Moot Court“ geschafft haben. Bereits vor zwei Wochen trugen die angehenden Juristen einen ersten Rechtsstreit aus.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Jurastudium sehe die Hanse Law School einen Moot Court als verpflichtende Prüfungsleistung im Bachelorstudium vor, erklärte Richter Joswig. Dabei entscheide nicht nur „das juristisch fundierte Statement“, sondern auch die Rhetorik.

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In dem fiktiven Fall klagt ein ehemaliger Student die Löschung eines vor Jahren in einer Studentenzeitung veröffentlichten Artikels ein. Anregung war ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg, über das die NWZ  zuletzt diese Woche berichtete. Darin ging es um die Frage, ob Suchmaschinenbetreiber Google Hinweise auf Webseiten sperren muss, weil auf diesen Seiten unangenehme Dinge aus der Vergangenheit eines Menschen zu finden sind. Am Dienstag erzielte Google in Luxemburg einen ersten Etappensieg.

Ein Urteil, wie im realen Suchmaschinen-Prozess, fällte das Gericht beim „Moot Court“ nicht. Stattdessen stand das Auftreten der Studenten im Vordergrund: Eine Jury bewertete die juristisch korrekte Aufarbeitung des Falles, die Kunst der freien Rede, das kultivierte Streitgespräch sowie das Verhandlungsgeschick der Studenten. Die besten Plädoyers hielten: Johanna Koops, Benjamin Schmutz und Ferina Ziegler. „Alle haben durch eine gute Vorbereitung, ein überzeugendes und gut strukturiertes Plädoyer, die Fähigkeit, spontan auf Fragen des Gerichts einzugehen und professionelles Auftreten überzeugt“, begründete Joswig die Entscheidung.

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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