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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

PROZESS: Transrapid: Kein Beweis für Streit im Leitstand

21.05.2008

OSNABRüCK Vor dem tragischen Transrapid-Unglück im Emsland mit 23 Toten ist Mitarbeitern kein Streit im Leitstand aufgefallen. Dies ging am Dienstag im Prozess vor dem Osnabrücker Landgericht aus Vernehmungen von Polizei-Ermittlern und Angestellten der Testanlage hervor. Demnach hatte kein Mitarbeiter unmittelbar vor dem Unglück eine Auseinandersetzung im Leitstand bemerkt.

Für das Unglück müssen sich zwei Betriebsleiter der Anlage verantworten. Sie sollen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wegen Organisationsmängeln in den Betriebsabläufen mitschuldig an der Katastrophe sein. Die Angeklagten hatten zum Prozessauftakt von einem Streit auf dem Leitstand berichtet.

Am 22. September 2006 war ein Transrapid mit Tempo 170 auf einen auf der Strecke vergessenen Werkstattwagen geprallt. Der verantwortliche Fahrdienstleiter hatte die Fahrt des Magnetschwebezuges freigegeben, obwohl das Sonderfahrzeug noch auf der Strecke stand. Er gilt als Hauptschuldiger an dem Unglück. Das Verfahren gegen ihn war allerdings wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt worden. Seit dem Unglück gilt er als suizidgefährdet. Er soll unter anderem eine elektronische Fahrwegsperre nicht eingelegt haben. Diese hätte das Unglück verhindert.

Nach Ansicht von Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp hat der Prozess bislang gezeigt, dass sich das Teststrecken-Personal nicht einig war, wann sicherheitsrelevante Fahrwegsperren gesetzt werden sollten. „Ich habe den Eindruck, dass bei den für die Betriebsleittechnik maßgeblichen Leuten der Ablauf nicht klar und deutlich angekommen ist“, sagte Feldkamp.

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