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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Stoppelmarkt: Und immer wieder geht die Sonne auf

20.08.2013

Vechta Eine große Familie waren die Brinkers im emsländischen Lingen. Sohn Werner, heute Chef des Energie-Konzerns EWE, lernte damals von seiner Mutter wichtige Dinge fürs Leben. Gemeinsam mit seinen Geschwistern hatte er sich regelmäßig nach dem Essen am Abwasch zu beteiligen – und dabei wurde Kanon gesungen.

Die damals erworbene Stimmsicherheit kommt Brinker an diesem Montag zugute, als er die Festrede auf dem Stoppelmarkt in Vechta halten darf. Meist stehen Politiker am „Stoppelmarktmontag“ am Rednerpult in Kühlings Bierzelt, das sich stolz „Niedersachsenhalle“ nennt und locker 1200 Menschen fasst. Vor Bundestagswahlen werden lieber keine Politiker genommen.

Die Festrede auf dem Stoppelmarkt zu halten, ist natürlich selbst für gestandene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eine besondere Herausforderung – Bierzeltatmosphäre und Volksfeststimmung ist nicht jedermanns Sache. Von einigen Festrednern wird in Vechta noch jahrelang geschwärmt, andere mit dem gnädigen Mantel des Vergessens zugedeckt.

Brinker wird in Erinnerung bleiben als der Mann, der Teile seiner Rede im kräftigen Bariton in den Saal schmetterte. Teile aus Mozarts „Zauberflöte“ gehören dazu, wobei er es bei der Arie der „Königin der Nacht“ bei einer kurzen Andeutung belässt. Die Rolle sei für ihn weniger geeignet, meint Brinker: Der Grund: die Biomasse sei bei ihm falsch verteilt – oben zu wenig, darunter zu viel.

Dafür singt er umso herzhafter die Udo-Jürgens-Zeile „Und immer wieder geht die Sonne auf“ als er sich mit Fragen der Photovoltaik beschäftigt. Brinker kann natürlich nicht leugnen, dass er aus der Energiewirtschaft kommt und so sorgt er auch immer wieder mit einem kräftigen „Prost“ dafür, dass anschließend möglichst viele Zuhörer „unter Strom“ stehen.

Ob er seinem Publikum auf diese Weise über die schwierigeren Passagen seiner Rede hinweghelfen will? Sie gewissermaßen animieren will, sich die trockeneren Teile der Rede schön zu trinken? Denn schließlich geht es gelegentlich auch um technische Fragen. Brinker kann und will seine berufliche Herkunft nicht verleugnen.

Nach dem Motto „Dem Ingeniör ist nix zu schwör“ nimmt er die Menschen mit in mathematische Berechnungen zur Heizwertanalyse mehr oder weniger gewichtiger Persönlichkeiten, geißelt mit launigen Bemerkungen, gelegentlich aber auch ernsthaft, Entwicklungen, die er für Unsinn hält – und die Zuhörer danken mit artigem Applaus.

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Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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