• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Sorge um falsch deklarierte Container

22.06.2019

Varel /Langeoog /Brunsbüttel Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste fordert Einblick in das Einsatz-Konzept des Havariekommandos. Hintergrund ist die Havarie des Massengutfrachters „Glory Amsterdam“ im Oktober 2017 vor Langeoog. Das Bundesverkehrsministerium hält die Konzepte nach Darstellung der Schutzgemeinschaft jedoch für „sicherheitsrelevante interne Handlungsanweisungen“ und verweigert den Einblick.

Als weitere große Sorge treibt die Mitglieder der Schutzgemeinschaft die Container-Havarie des Mega-Frachters „MSC Zoe“ vor Ameland und Borkum um. Ihnen reicht es nicht, zukünftig nur die „Gefahrgutcontainer“ mit Peilsendern auszustatten. So weise schon allein ein Blick auf diese eine ganze Reihe von Unklarheiten auf, wie deren häufig nicht korrekte Deklarierung. Allein die Reederei Hapag-Lloyd habe im Jahre 2016 schon 4231 falsch deklarierte Container mit Gefahrgut auf ihren Schiffen entdeckt. Deshalb forderten die Mitglieder der Schutzgemeinschaft auf ihrer Mitgliederversammlung in Brunsbüttel die Bundesregierung auf, sich international für einen verpflichtenden Einsatz von Ortungsgeräten an allen auf See transportierten Containern einzusetzen und deren Verladung ausschließlich qualifizierten Hafenarbeitern zu überlassen. „Es ist einfach an der Zeit umzudenken“, ist sich der neue SDN-Vorsitzende (und Vareler Bürgermeister) Gerd-Christian Wagner sicher.

Die Forderung sei nicht neu, aber sinnvoll und unterstützenswert, sagt der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt (SPD). Der gelernte Hafenfacharbeiter ist Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags. „Wir haben es mit einem globalen Wirtschaftszweig zu tun, der seine eigenen Regeln definiert“, sagt Schmidt zur Seeschifffahrt. Wie könne es angehen, dass ein Frachter wie die „MSC Zoe“ 345 Container verliert? Wer kontrolliere die Betriebssicherheit der Seeschiffe? Verantwortlich für die Betriebssicherheit sei der Kapitän, nicht die Reederei, kritisiert Schmidt. „Jeder Lkw wird kontrolliert, und bei Verstößen wird nicht nur der Fahrer, sondern wird auch der Spediteur herangezogen“, sagt Schmidt. Man müsse den Kontrolldruck erhöhen und prüfen, ob die Deklaration der Container richtig ist, fordert der Parlamentarier.

Die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste hatten auf ihrer Mitgliederversammlung in Brunsbüttel mit dem Bürgermeister der Stadt Varel, Gerd-Christian Wagner, einen neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Dieter Harrsen ab, Landrat für den Landkreis Nordfriesland. Im Hinblick auf die Aufgabe seines Landratspostens kandidierte er nach acht Jahren als Vorsitzender nicht wieder. Zum neuen 1. stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Elb-Lotse Ulrich Birstein aus Dithmarschen einstimmig gewählt. Als weiterer Vareler ist der Jurist Manfred Hoffmann als Schatzmeister im Vorstand der SDN.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2091
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.