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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Vareler Modehaus feiert 100jähriges Bestehen

Zahlreiche Gäste waren zum Empfang in das Modehaus Schnittger gekommen, wo das Unternehmen das 100-jährige Bestehen feierte. Das Ensemble Vocalartisten aus Bremen sang a cappella, unter anderem „Ein Freund, ein guter Freund“.
Hans Begerow

Die Zahl der Gratulanten war groß, als Heiko und Ilona Schnittger die Gäste zum Empfang im Modehaus Schnittger begrüßten. 100 Jahre besteht das Unternehmen, das ursprünglich am Neumarktplatz bestanden hatte, aber seit 1927 in der Obernstraße ansässig ist. Zu den Gratulanten zählten auch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, der Familie Schnittger Mut zu Entscheidungen, Weitsicht und Kundenorientierung sowie „keine Angst vor Veränderungen“ bescheinigte. Das Modehaus habe die Stadt Varel über 100 Jahre begleitet. Dem Seniorchef Heiko Schnittger bescheinigte Wagner eine führende Rolle in der Diskussion um die Erweiterung des Famila-Marktes auf der Schützenwiese. Dabei habe Schnittger Augenmaß und ein Herz für die Innenstadt bewiesen, weil er sich stark gemacht habe für eine Zukunft der Innenstadt, „die vertretbar sein muss“. Lob gab es für Firma Schnittger vom Unternehmerverband Einzelhandel Nordwest. Geschäftsführer Rolf Knetemann(Oldenburg) bescheinigte dem Unternehmen, „ein Aushängeschild für Varel“ zu sein. Zum Glück gebe es noch traditionelle Einzelhandelsbetriebe, die – unternehmergeführt und in mehreren Generationen im Familienbesitz – in den Innenstädten agierten. „Wir brauchen den attraktiven Branchenmix“ in den Innenstädten, sagte Knetemann. Bei allen Veränderungen im Unternehmen und in der Stadt Varel herrsche „der Glaube zur Innenstadt vor“, sagte Schnittger. „Nicht alle Kunden wollen zur grünen Wiese fahren, viele Kunden suchen die Beratung.“ Aus seiner Sicht habe Varel den Tiefpunkt überwunden. Jetzt werde auch die alte Scheune in der Obernstraße umgestaltet. Er bedauere, dass der Gezeitenbrunnen aus der Planung der Innenstadtsanierung herausgenommen worden sei. Er werde deshalb dafür beitragen, dass das Kunstwerk realisiert werden kann und hoffe, dass andere Unterstützer etwas dazutun. Bürgermeister Wagner dankte Schnittger für die Bereitschaft, sich finanziell zu engagieren. „Die Innenstadt muss enger zusammenrücken“, sagte Schnittger. Die Schützenwiese dürfe nur innen­stadtverträglich entwickelt werden, bekräftigte er die Forderung der Kaufleute. Der Firmenchef äußerte sich auch zur Nachfolgeregelung. Seine Frau und er hatten den Wunsch gehabt, die Firma zum 100-jährigen Bestehen zu übergeben. Das vollzog er jetzt symbolisch. Einen alten Schlüssel überreichten Heiko und Ilona Schnittger an ihre Tochter Wiebke Schnittger und ihren Partner Sascha Henseleit. Die beiden werden das Unternehmen ab 1. Januar 2011 offiziell führen. Etwas Besonderes hatten sich die 28 Mitarbeiter einfallen lassen: Sie überreichten der Familie eine steinerne Tafel mit dem Firmennamen und Logo. Sie soll an der Fassade angebracht werden.

Vareler Modehaus feiert 100jähriges Bestehen