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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Fleisch: Wie Schweinehaltung zukunftsfähig bleibt

19.02.2020

Vechta Über die Zukunft der Schweinehaltung entscheide die Wandlungsfähigkeit. Das sagte Christoph Hüsing, seit einem halben Jahr Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsvieh im Oldenburger Münsterland, am Dienstag bei einer Landwirte-Akademie in der Universität Vechta. Zwar seien Größe und Stärke der Betriebe noch wichtig, doch im globalisierten Markt könne sich die Branche die Rahmenbedingungen nicht aussuchen.

Ständig weiterbilden

Ausrichter des mit aktuellen Themen und praktischen Ansätzen gespickten Erfahrungsaustausches des MSD, einem bayrischen Pharmaunternehmen, waren neben der Uni auch die Landwirtschaftskammer und der Verbund Transformationsforschung Agrar Niedersachsen. Rund 200 Landwirte folgten der Einladung.

Prof. Dr. Josef Kamphues von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Leiter des Instituts für Tierernährung, gab Tipps für eine bessere Magen-Darm-Gesundheit beim Schwein. Dr. Hendrik Nienhoff berichtete von der Arbeit des Schweinegesundheitsdienstes, während Dr. Barbara Grabkowsky und Dr. Maria Gellermann von der Koordinierungsstelle Transformationsforschung die Risikobereiche für den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest beleuchteten. Außerdem ging es um Magendarmerkrankungen beim Schwein, um modernes Nährstoffmanagement und den Außenklimastall.

Als „kalten Kaffee für Branchenkenner“ bezeichnete Hüsing, bis zum vergangenen Sommer noch für die Plattform „Land.Schafft.Werte.“ aktiv, viele aktuelle Themen rund um die Schweinezucht und -mast. Die Bauern müssten sich ständig weiterbilden, bei Fragen rund um Haltungsformen, Vermarktungswege, Exportmarkt und Fleischkonsum bis hin zur Invitro-Erzeugung (Laborfleisch); sich verändern, anpassen, neu justieren, während die Politik nicht einmal die Entscheidung über die Breite der Kastenstände zustande bringe. Ein riesiger Investitionsstau sei die Folge, im Oldenburger Münsterland sei die Nachfrage nach Baugenehmigungen ins Stocken gekommen, so Hüsing.

Preis entscheidet

Der Fleischkonsum sei zwar hierzulande rückläufig, doch in anderen Ländern gebe es nach wie vor eine starke Nachfrage. Der Konsument definiere sich über die Ernährung: Geschmack, Nachhaltigkeit, Regionalität, ohne Zusätze, Frische, Bio – „aber an der Kasse ist es der Preis, der über die Auswahl entscheidet“.

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Hüsing nannte als Beispiel für die mögliche Ausrichtung der Schweinehaltung den Geflügelbereich, wobei dessen enge Verflechtungen vermieden werden sollten, um mehr Unabhängigkeit zu wahren. Rückverfolgbarkeit und Rohstoffsicherheit müssten der Antrieb sein. Zusammenschlüsse auf der „grünen Seite“ könnten nicht nur die Verhandlungspositionen stärken, sondern böten auch einen Mehrwert an Information, Auswertung und Betreuung.

Noch seien Produktionssteigerungen möglich, aber der Wandel entscheide, was denn bleibe. Dazu gehörten viele Ansätze vom Gesellschaftsvertrag über Innovationen bis zu disruptiven Technologien – Schwein auf Stroh, ein Stall mit Besucherbereich bis zum Fleisch in der Petrischale. „Planbarkeit und Kontinuität müssen im täglichen Wirtschaften als Mehrwert für den eigenen Betrieb organisiert werden“, forderte Hüsing.

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