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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Verdi: Soziale Berufe aufwerten

13.10.2014

Oldenburg Für eine gesellschaftliche Auswertung der sozialen Berufe setzten sich Delegierte aus dem Bezirk Weser-Ems der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Sonnabend in Oldenburg ein. An der Bezirkskonferenz nahmen insgesamt 142 Gewerkschaftsvertreter als Repräsentanten von fast 60 000 Mitgliedern teil.

Verdi-Landesbezirksleiter für Niedersachsen-Bremen, Detlef Ahting, fand in seinem Grundsatzreferat kritische Töne zur Situation im Bereich der sozialen Berufe. Sowohl in der Kranken- und Altenpflege als auch in der Erziehung fehle es an der notwendigen gesellschaftlichen Wertschätzung der Beschäftigten. Eine Aufwertung der sozialen Berufe sei dringend nötig.

Es sei ein Unding, so Ahting, dass die Beschäftigten in der Automobilindustrie deutlich mehr verdienten als die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflege- oder Erziehungsberufen. Ahting: „Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten in diesen für die Gesamtgesellschaft hochwichtigen Bereichen nicht wie anständige Fachkräfte bezahlt werden.“

Ähnlich äußerte sich auch Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD), der darauf verwies, dass die Problematik nicht neu sei: „Wir haben in dieser Frage kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Handlungsdefizit.“

Lies forderte Gewerkschaften, Politik und Unternehmen auf, sich gemeinsam für „gute Arbeit“ einzusetzen und gegen „prekäre Beschäftigung“ anzugehen. In diesem Zusammenhang habe sich der Kampf für einen Mindestlohn gelohnt. Der Minister kritisierte die Zustände in der Fleischindustrie und nannte die Vereinbarung mit der Meyer Werft zum Umgang mit Werkvertragsarbeitern als beispielhaft.

Gegen den Rechtspopulismus in Deutschland nahm Bezirksvorsitzender Carsten Schlepper vor seiner Wiederwahl in seinem Geschäftsbericht Stellung. Das beste Konzept gegen diese Entwicklung sei ein entschiedener Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. Dabei spielten auch schlagkräftige Gewerkschaften eine wichtige Rolle. Um dies zu erreichen sei es notwendig, junge Mitglieder zu fördern. Nur wenn man den Generationswechsel zur eigenen Sache mache, könne die gesamte Kraft richtig entfaltet werden.

Innerhalb des Verdi-Bezirks Weser-Ems wünschte sich Schlepper für die kommenden Jahre, die Zusammenarbeit der einzelnen Fachbereiche weiter zu verbessern und die Öffentlichkeitsarbeit noch professioneller zu gestalten.

Bezirksgeschäftsführer Jürgen Humer berichtete über eine positive Mitgliederentwicklung, auch wenn das Ziel noch nicht erreicht sei. Auch die finanzielle Situation sei sehr zufriedenstellend – für alle Aktivitäten seien genug Mittel vorhanden.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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