• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Verfahren gegen Ex-Reederei-Chef Stolberg soll verkürzt werden

06.04.2017

Bremen /Oldenburg Das Bremer Landgericht will den Prozess gegen den früheren Chef der Beluga-Reederei, Niels Stolberg, und drei weitere Mitangeklagte verkürzen.

Nach einem nicht öffentlichen Rechtsgespräch, an dem Richter, Ankläger und Verteidiger teilnahmen, wurde am Mittwoch während des regulären Verhandlungstermins der Rahmen für das weitere Vorgehen abgesteckt.

Danach soll es Ende Mai zu einem Zwischenergebnis kommen, bevor es dann in die Schlussphase des Verfahrens geht.

Gericht berät sich

Vor dem Hintergrund, dass es nach Meinung der Großen Wirtschaftsstrafkammer inzwischen in mehreren Anklagepunkten nicht zu einer Verurteilung kommen wird, will das Gericht am 31. Mai nach einer Zwischenberatung mitteilen, welchen ungefähren Strafrahmen man sich vorstellen kann. Danach soll dann auf dieser Basis weiterverhandelt werden.

In dem Prozess um den Zusammenbruch der Beluga-Reederei ging es seit Januar 2016 um Kreditbetrug, Untreue, Bilanzfälschung und Betrug.

REPORTAGE: Beluga – die Spuren eines Untergangs

Inzwischen sind nach Meinung der Verteidigung mehrere Vorwürfe vom Tisch. So könne von Kreditbetrug keine Rede mehr sein, weil die laut Anklageschrift falschen Angaben von Ex-Reederei-Chef Niels Stolberg bei den Kreditverhandlungen nicht „erheblich für die Kreditvergabe“ gewesen seien.

Auch der Vorwurf, Stolberg habe einen Hamburger Reeder um insgesamt 10 Millionen Dollar betrogen, brach nach Meinung des Gerichts zusammen, als der betroffene Geschäftsmann als Zeuge erklärte, er habe keinen finanziellen Schaden durch das Geschäft mit der Beluga-Reederei erlitten.

Es bleibt der Vorwurf, bei den Verhandlungen mit dem Investor Oaktree falsche Angaben zur Unternehmensbilanz gemacht zu haben.

Maximal zwei Jahre

Stolberg und die drei mitangeklagten Beluga-Manager streben ein Strafmaß von maximal zwei Jahren Haft an, so dass es zu einer Strafaussetzung auf Bewährung kommen kann.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

Weitere Nachrichten:

Beluga | Bremer Landgericht | Oaktree

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.