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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Viel Kohle von der EU für Gas-Antrieb

08.11.2014

Emden Die erste Fähre in Europa mit umweltfreundlichem Flüssigerdgas-Antrieb (LNG) soll von Januar 2015 an zwischen der Hafenstadt Emden und der ostfriesischen Insel Borkum pendeln. Die Europäische Kommission fördert dabei die Einführung des innovativen Antriebs mit rund drei Millionen Euro. Erstmals werde damit in der EU ein Seeschiff auf die neue Technik umgerüstet, teilten die deutsch-niederländischen Initiatoren des Pilotprojekts am Freitag in Emden mit.

Die umgebaute Fähre „Ostfriesland“ soll von Januar an auf der Fahrt nach Borkum deutlich weniger Schadstoffe wie Schwefel ausstoßen und keinen Feinstaub hinterlassen. Das 1986 gebaute Schiff hat Platz für 1200 Passagiere. Die Gesamtkosten des Umbaus liegen bei 13 Millionen Euro. Ein Neubau hätte mehr als das doppelte gekostet, sagte Vorstand Bernhard Brons von der Emder Reederei AG Ems.

Vor dem Hintergrund verschärfter Umweltvorschriften interessieren sich viele Reeder für Alternativen zum Treibstoff Dieselöl. Von Januar 2015 an darf in der Nordsee nur noch Treibstoff mit maximal 0,1 Prozent Schwefelgehalt verwendet werden.

Die Einführung der LNG-Technik ist aber noch mit hohen Kosten verbunden. So fehlt es an Tankstellen, Lagerplätzen und Transportgeräten für den Treibstoff, der auf minus 163 Grad Celsius heruntergekühlt werden muss. Die Hafenwirtschaft an der Küste von Rostock bis Eemshaven beschäftigt sich daher mit der künftigen Infrastruktur für LNG, da Prognosen von einer stark wachsenden Nachfrage ausgehen. Mangels Tankstellen wird die Borkumfähre „Ostfriesland“ zunächst von einem Tanklaster versorgt. Er soll einmal pro Woche 40 Kubikmeter LNG von Rotterdam nach Emden bringen.

Erst am Dienstag hatte die EU die Förderung einer neuen Helgoland-Fähre bekannt gegeben. Das Schiff der Reederei Cassen Eils soll von Cuxhaven aus zur Hochseeinsel fahren. Auch dabei wird mit rund vier Millionen Euro die Hälfte der Baukosten des Antriebs bezuschusst. Das Projekt soll als Modell einer neuen Generation „grüner Schiffe“ mit geringer Luftverschmutzung dienen.

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