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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Tötung von geschützten Vögeln im großen Stil genehmigt

12.04.2017

Hannover /Oldenburg Für den Bau von Windkraftanlagen wird in Niedersachsen in bisher ungeahntem Ausmaß die Tötung von geschützten Tieren zugelassen. Besonders betroffen sind Landkreise im Nordwesten. Das geht aus der Antwort des Umweltministeriums auf eine FDP-Anfrage im Landtag hervor.

Danach wurden zwischen 2011 und 2016 in 16 Landkreisen bei Genehmigungen von Windparks insgesamt 61 Anträge gestellt, artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. In 56 Fällen wurde sie bewilligt, in zwei Fällen nicht für alle Arten, drei Anträge sind noch nicht entschieden.

Der Kreis Wesermarsch hat gleich für zwölf Windparks Ausnahmegenehmigungen erteilt, der Kreis Oldenburg für zehn. Auch in den Kreisen Vechta, Leer und Aurich gibt es solche Ausnahmen.

Betroffen sind unter anderem teils streng geschützte Vogelarten wie Mäusebussard, Turmfalke, Großer Brachvogel, Feldlerche, Kiebitz und Sturmmöwe. Nach Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, geschützte Arten zu fangen, zu verletzten, zu töten, zu stören oder der Population zu schaden. Experten gehen davon aus, dass jährlich tausende Vögel durch Windräder getötet werden.

Laut Ministerium können Ausnahmen aus „zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses“ genehmigt werden. Dazu zählen auch wirtschaftlichen oder soziale Interessen.

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