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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wind ist der Rohstoff des Nordens

08.06.2018

Vordersten-Thüle Den Niedersachsen gehe es so gut wie nie zuvor, und vor allem der Nordwesten des Landes stehe ökonomisch „bärenstark“ da, sagte der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil am Mittwochabend auf dem „cramer ampts mahl“ im Hotel Landhaus Pollmeyer in Vordersten Thüle (Kreis Cloppenburg). Auf der Traditionsveranstaltung der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – Der Kleine Kreis, an der 156 führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Verwaltung teilnahmen, riss er sich sogar zu dem Satz „Da kann man nicht meckern“ hin. Dazu müsse man wissen, schob der Ministerpräsident lächelnd hinterher, dass diese Aussage für einen Hannoveraner die Vorstufe zur Euphorie sei. Trotz dieser positiven Entwicklung warnte er jedoch davor, die Füße hochzulegen. „Wir haben gerade eine starke Zeit, aber auch eine herausfordernde Zukunft“, sagte Weil. Daher müssten einige Dinge angegangen werden.

Hafen vergrößern

Da wäre zum einen die Infrastruktur, die gerade im ländlichen Raum ungemein wichtig sei. So kündigte er zum Beispiel an, dass die Küstenautobahn 20 und die E 233 bis zum Jahr 2030 kommen werden. Aber auch Wasserwege seien notwendig und führte dabei den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven an. „Deutschland braucht einen Tiefwasserhafen.“ Nach einem schweren Start würde sich jetzt andeuten, dass der erste Bauabschnitt nicht ausreichen werde. Weil: „Daher fangen wir jetzt an, den zweiten Bauabschnitt zu planen.“

Gewinnerland

Mit Begeisterung schaue er auf die Energiewirtschaft. „Niedersachsen ist das Gewinnerland bei der Energiewende“, zeigte sich der Ministerpräsident überzeugt, denn „Wind ist der Rohstoff des Nordens“. Dabei sei das Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft. Windparks in der Nordsee würden gewaltige Strommengen bieten. „Eine tolle Perspektive“, so Weil. Er wisse aber auch um Nachteile wie den Leitungsbau. Keinem, ihn eingeschlossen, würde es gefallen, Stromleitungen durch den eigenen Garten gelegt zu bekommen, „doch wir müssen das Stromnetz ausbauen und den Strom von der Küste in das Land schaffen. Daran führt kein Weg vorbei“.

Für Tierwohl zahlen

Mit Blick auf die Agrarwirtschaft bezeichnete Weil das Gebiet Weser-Ems als das „Silicon Valley“. Doch hier lauere eine Gefahr. Denn Niedersachsen sei geprägt von kleinen und mittleren Hof­stellen. Und wenn in Berlin über ein Tierwohl-Label diskutiert werde, dann müsse man dort auch über die Finanzierung reden. Landwirten könne man schließlich nicht mehr abverlangen, ohne dafür zu zahlen. „Sonst droht den kleinen und mittleren Höfen das Aus“, warnte der Ministerpräsident.

Familien unterstützen

Weil ging auch auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Hier müsse Niedersachsen ein familienfreundliches Land sein, forderte der Ministerpräsident. Familie müssten sich unterstützt fühlen. „Ich bin daher stolz, dass ab August die Kita-Gebühren wegfallen. Das ist gut für unsere Landesentwicklung“, sagte Weil.


Mehr Infos zu „Der Kleine Kreis“ unter   www.derkleinekreis.org 
Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

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Landhaus Pollmeyer | Der Kleine Kreis

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