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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Lösungen müssen finanzierbar sein“

16.01.2019

Wangerooge Das neue Jahr ist gerade mal zwei Wochen alt, da hat das erste Tief der Sturmperiode die Insel Wangerooge bereits hart getroffen. Rund 85 Prozent des Hauptstrandes sind weggespült. Die Wiederherstellung des Badestrandes wird teuer: Mit Kosten von bis zu 450 000 Euro rechnet Inselbürgermeister Marcel Fangohr (parteilos). Zwar bekommt die Insel einen jährlichen Zuschuss von 100 000 Euro vom Landkreis Friesland, dies reiche jedoch nicht aus. Vom Land Niedersachsen gebe es für 2019 Bedarfszuweisungen in Höhe von 270 000 Euro, die jedoch nicht komplett in den Strand fließen sollen. Ein Teil davon wird auch für das Schwimmbad gebraucht, so Fangohr. Dies solle aber den Verlust für die Gemeinde minimieren.

Nach Ende der Sturmperiode soll wieder tonnenweise Sand aus Bereichen im Osten der Insel am Hauptstrand aufgeschüttet werden. Einen Großteil der Kosten mache die Miete der Fahrzeuge aus – also Kipper, Raupen und Bagger, erklärt Fangohr. Im vergangenen Jahr waren das 140 000 Euro. Insbesondere hier seien die Mietpreise in den vergangenen Jahren gestiegen.

Dadurch, dass im Laufe der Jahre immer weitere Wege zurückgelegt werden müssen, um den Sand vom Osten der Insel an die zerstörten Bereiche zu fahren, kostet das die Inselgemeinde zudem mehr Sprit. Und auch hier sind die Preise nicht gerade günstiger geworden. Doch nicht nur das: Da die Mitarbeiter für die Strecke mehr Zeit brauchen, so der Bürgermeister weiter, steigen auch die Personalkosten: „Es hängt alles zusammen.“

Hinzu kommt, dass vor jedem Abtragen der Kampfmittelräumdienst nötig ist – im vergangenen Jahr waren das 30 000 Euro. „Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Munition zwischen Wangerooge und Helgoland verklappt“, sagt Marcel Fangohr. Nach jedem Sturm könnte es sein, dass davon etwas an die Küste gebracht wurde. Bevor Sand von dem betreffenden Gelände abgetragen wird, muss es auf Munitionsreste untersucht werden. Erst nachdem die Fläche sondiert wurde und mögliche Munitionsreste beseitigt wurden, darf der Sand dorthin gebracht werden, wo im Sommer die Touristen in ihren Strandkörben sitzen.

Schön wäre es, so Fangohr, wenn es beim Land Niedersachsen einen festen, finanziellen Posten für das Problem geben würde – wie zum Beispiel bei Schleswig-Holstein. Als Lösung zieht Fangohr aber auch eine leichte, künstliche Vorstranderhöhung in Betracht – etwa einen Meter. Wangerooge habe einen recht schmalen Strand, im Vergleich zu anderen Inseln. Der Sand würde allerdings nur liegen bleiben, wenn man die Buhnen auch erhöhe. Dabei handelt es sich um Reihen von Pfählen, meist aus Holz oder Beton, die rechtwinklig zum Strand angebracht dem Küstenschutz dienen. Mit dem Wasser- und Schifffahrtsverband oder dem LNWKN müsste man zunächst Untersuchungen machen. Bei allen Lösungen stehe jedoch im Vordergrund, dass sie bezahlbar sein müssen, betont der Bürgermeister. Eine Sand-Pipeline, wie es sie auf Sylt gibt, sei finanziell nicht machbar.

Während es den Hauptstrand hart getroffen hat, seien die Nordost-Dünen glimpflich davongekommen, sagt Fangohr. Dort sehe es dramatischer aus als es ist. Der Inselbürgermeister hofft darauf, dass ein großer Teil der Schäden am Hauptstrand bis zu den Osterferien repariert werden kann.

Tonia Hysky Redakteurin / Online-Redaktion
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