• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Was taugt der Ems-Rettungsanker?

13.10.2016

Oldenburg Mit dem Masterplan Ems soll der jahrzehntelange Konflikt um Schutz oder Ausbau des Flusses entschärft werden. Das Projekt soll bis zum Jahr 2050 der ökologisch angeschlagenen Ems helfen und zugleich Arbeitsplätze auf der Meyer Werft in Papenburg und der maritimen Wirtschaft der ganzen Region sichern.

Der Plan soll die Wasserqualität verbessern und vor allem das Schlickproblem lösen. Zudem sollen flusstypische Lebensräume geschaffen und Flächen für den Wiesenvogelschutz angekauft werden.

das ist der Plan zur Rettung der Ems

Mit dem Masterplan Ems soll der jahrzehntelange Konflikt um Schutz oder Ausbau des Flusses entschärft werden. Das Projekt soll bis zum Jahr 2050 der ökologisch angeschlagenen Ems helfen und zugleich Arbeitsplätze auf der Meyer Werft in Papenburg und der maritimen Wirtschaft der ganzen Region sichern. Die umstrittene Vereinbarung hat am 24. März 2015 ihre letzte Hürde im Kreistag von Leer genommen.

Trotz Protesten ist der Fluss in den vergangenen Jahren immer wieder an die Anforderungen von Luxuslinern angepasst worden. Das sichert Tausende von Arbeitsplätzen bei der Werft und den Zulieferern. Aus Sicht der Naturschützer sind ökologische Schäden der Preis dafür.

Notwendig ist ein Masterplan: Die EU-Kommission hat mit Blick auf die Bemühungen zur Verbesserung auf ein Vertragsverletzungsverfahren wegen Verstößen gegen Umweltrichtlinien verzichtet.

Die Ems ist mit 371 Kilometern von der Quelle bis zur Mündung einer der längsten Flüsse, die komplett durch Deutschland strömen. Die Belastung durch Stickstoffe müsste um 48 Prozent verringert werden, hat das Bundesumweltministerium 2015 vorgerechnet. Schuld ist auch eine Überdüngung durch die Landwirtschaft.

Die umstrittene Vereinbarung hat am 24. März 2015 ihre letzte Hürde im Kreistag von Leer genommen. Beteiligt sind Land und Bund, Naturschutzverbände, Landkreise, Emden und die Meyer Werft. Lokale Naturschützer und Landwirte in der Region lehnen den Plan weiter ab. Ein ehemaliger Ingenieur des Landesbetriebs für Küsten- und Wasserschutz, der maßgeblich an dem Masterplan beteiligt ist, nannte das Vorhaben jüngst rausgeschmissenes Geld.

Anderthalb Jahre nach dem Start kommt das Vorhaben hingegen nach Einschätzung des Umweltministeriums gut voran. „Vorbereitende Maßnahmen und Proben stehen an“, sagte ein Sprecher in Hannover. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) informierte sich am Mittwochnachmittag bei einem Besuch des Sperrwerkes bei Gandersum über den Stand der Arbeiten zum Masterplan.

Über die Ems werden die riesigen Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft von Papenburg aus in die Nordsee überführt. Trotz Protesten ist der Fluss in den vergangenen Jahren immer wieder an die Anforderungen der Luxusliner angepasst worden. Das sichert Tausende von Arbeitsplätzen bei der Werft und den Zulieferern. Aus Sicht der Naturschützer sind ökologische Schäden der Preis dafür.

So kann die Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Ems“ in Leer bislang keine positiven Ergebnisse erkennen. „Die Ems ist der Fluss mit der schlechtesten Wasserqualität in Deutschland“, sagte BI-Sprecherin Birgit Rutenberg. Das werde etwa durch den geplanten Ankauf von Flächen für den Vogelschutz nicht besser. Von zentraler Bedeutung sei die Steuerung der Tide, betonte sie. Ein erster gescheiterter Versuch am Emssperrwerk habe jedoch die Grenzen des Bauwerks aufgezeigt.

Auch die angedachte Sohlschwelle sieht die Bürgerinitiative kritisch, denn sowohl für Schiffe, wie auch für Fische wäre der Weg durch die Ems versperrt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.