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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wasserverband besorgt wegen Antibiotika-Funds

21.11.2014

Brake /Landkreis Cloppenburg Das Grundwasser in allen regionalen Wasserschutzgebieten soll auf Antibiotika untersucht werden. Das hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) im Gespräch mit der NWZ  angekündigt. Der hiesige Wasserversorger reagiert damit darauf, dass bei Grundwasser-Untersuchungen in Thülsfelde im Landkreis Cloppenburg kürzlich erstmals Antibiotika nachgewiesen wurde (NWZ  berichtete).

„Die Funde sind ein alarmierendes Signal. Auch wenn die Werte knapp über der Nachweisgrenze liegen: Antibiotika gehören nicht ins Grundwasser. Für Maßnahmen wie Wasserschutzberatung und Entschädigungszahlungen geben wir pro Jahr 2,2 Millionen Euro aus. Umso mehr beunruhigt es uns, dass trotz vieler Maßnahmen in den Wasserschutzgebieten die Belastung durch Nitrat, Pflanzenschutzmittel und neuerdings auch durch Antibiotika steigt“, betont Egon Harms, OOWV-Bereichsleiter für Grundwasserschutz und Trinkwassergewinnung.

Auch wenn das Trinkwasser laut OOWV derzeit nicht gefährdet ist, so warnt Harms: „Es besteht die Gefahr, dass Substanzen, die nicht im Boden abgebaut werden, langfristig in tiefere Grundwasserschichten wandern. Dies kann Jahre oder gar Jahrzehnte dauern.“ Das Antibiotika-Problem lasse sich nur durch einen maßvollen Einsatz von Medikamenten lösen.

Der Kritik des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, wonach das nachgewiesene Medikament Sulfadimidin nicht ausschließlich aus der Tiermedizin stammen müsse, sondern seinen Ursprung ebenso in der Humanmedizin haben könne, entgegnet Harms: „Das von uns untersuchte Grundwasser ist deutlich jünger als zehn Jahre und Sulfadimidin seit mindestens 20 Jahren nicht mehr in der Humanmedizin zugelassen. Damit ist eindeutig die Herkunft aus der Tiermedizin belegt. Darüber hinaus wurden alle Grundwasserproben im landwirtschaftlichen Umfeld gezogen, konkret im Nahbereich von gegüllten Ackerflächen.“

Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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