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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Archäologen auf der Autobahn

14.03.2019

Westerstede /Dringenburg /Oldenburg Zur Vorbereitung der Bauarbeiten für die Küstenautobahn werden ab April zwischen Hahn-Lehmden und Westerstede Bagger auf vier Abschnitten der Trasse nach Bodendenkmalen suchen. Das teilten Sebastian Mannl, Christoph Hollander und Stefan Kleemann für die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg mit. In diesem Jahr wird in drei Abschnitten gesucht, bei Dringenburg, zwischen Dringenburg und Hahn-Lehmden und bei Bekhausen/Hahn-Lehmden.

Ein vierter Abschnitt der A 20 bei Garnholt wird erst im Jahr 2022 untersucht, weil in dem Waldgebiet zurzeit Ausgleichsmaßnahmen stattfinden und deshalb der Erfolg dieser Ausgleichsmaßnahme nicht gefährdet werden soll, erläuterte Kleemann. Mit den sogenannten Prospektionsarbeiten, bodenkundliche Untersuchungen, ist die Firma „Denkmal 3D“ (Vechta) beauftragt. Geschäftsführer Falk Näth erläuterte das Vorgehen der Vermesser und Archäologen. Auf den „Verdachtsflächen“ werden im Abstand von 18 Metern zwei Meter breite Schneisen ausgebaggert. Somit erreichen die Archäologen zehn Prozent der „Verdachtsflächen“.

Küstenautobahn zwischen Westerstede und Hahn-Lehmden

Die Küstenautobahn A 20 soll die Verbindung zwischen der A 28 bei Westerstede und dem zweiten Elbtunnel bei Drochtersen bilden. Die 145 Kilometer lange Strecke soll drei Milliarden Euro kosten. Seit 2016 ist die Autobahn 20 im Verkehrswegeplan im sogenannten vordringlichen Bedarf gelistet. Damit hat sie den höchsten Planungsstatus, es gibt eine Finanzierungszusage des Bundes und die Möglichkeit zu bauen.

Einen Planfeststellungsbeschluss gibt es für den ersten Abschnitt bei Westerstede und den Elbtunnel. Der erste Planungsabschnitt wird 13 Kilometer umfassen und südlich von Westerstede auf die A 28 treffen und bei Bekhausen auf die A 29 treffen. Dort wird ein Autobahnkreuz entstehen. Dafür wird zur Vorbereitung ein Autobahnabschnitt der A 29 ab 2020 grundsaniert (neue Betondecke).

Die Kosten für den ersten Abschnitt belaufen sich auf 192 Millionen Euro. Die Autobahn soll 2024 befahrbar sein.

Man werde voraussichtlich „Strukturen finden, die von Menschen gemacht sind“, sagte Näth. In den trockenen Bereichen gebe es möglicherweise Bodenfunde, eventuell Gräberfelder oder Anzeichen von Bestattungen sowie Keramik. Ziemlich sicher werde man auf Siedlungsreste im Bereich der früheren Dringenburg stoßen, die in der Nähe der Anschlussstelle Dringenburg liegt (unmittelbar südlich der Molkerei Ammerland). Ob eine der Prospektionsstellen sich für weitere Ausgrabungen eigne, entscheide die Denkmalschutzbehörde. „Jeder Fund wird vermessen und dokumentiert“, sagte Näth. Die Eigentümer der Flächen seien informiert, die Suchabschnitte schon ausgepflockt.

Unterdessen geht die Planung der Küstenautobahn in eine entscheidende Phase. Am 10. September werden die Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss mündlich verhandeln. Diese Nachricht erhielt die Straßenbaubehörde am Mittwoch.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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