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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wieder da: die Grenze zum Preußen-Eck

05.06.2010

ECKWARDERHöRNE Wo einst in Butjadingen die Grenze zwischen dem Großherzogtum Oldenburg und dem Königreich Preußen verlief, stehen jetzt zwei Erinnerungsschilder. Bürgermeister Rolf Blumenberg und der ehemalige Vorsitzende des Bürgervereins Eckwarden, Bernd Addicks, weihten sie ein.

Die Schilder stehen auf der Zufahrt zur Strandhalle Eckwarderhörne und auf dem Kamm des Deiches. Dort erinnern sie an das sogenannte Preußen-Eck, das 1853 in Folge des Jade-Vertrages zwischen Preußen und Oldenburg entstand. Der Vorsitzende des Rüstringer Heimatbundes, Hans-Rudolf Mengers, erinnerte in einem Vortrag daran, wie es entstanden war.

Um 1850 gab es kein einiges Deutschland, sondern nur viele Kleinstaaten, die nicht in der Lage waren, gemeinsam eine Marine zu unterhalten. So konnte das kleine Dänemark mit einer einzigen Fregatte vor Helgoland die Mündungen von Elbe und Weser kontrollieren.

Das wollte sich Preußen als größter norddeutscher Staat nicht länger bieten lassen und kaufte dem Großherzogtum Oldenburg die 392 Hektar große Heppenser Ecke im Jeverland ab, aus der dann Wilhelmshaven wurde, der preußische Kriegshafen an der Nordsee. Um die Einfahrt in die Jade zu schützen, bekam Preußen auch ein 2,24 Hektar großes Stück von Eckwarder- hörne, auf dem ein Haus mit acht Bewohnern stand. Dieses Haus beherbergte zuletzt die Poststelle. Die letzte Bewohnerin war die heute 89-jährige Adele Kudla, die an der Zeremonie teilnahm.

1937, nach 84 Jahren, gingen Wilhelmshaven und das Preußen-Eck im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes im Oldenburger Land auf. Doch die Erinnerung ist geblieben.

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