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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Prozess Vor Dem Landgericht Oldenburg: Wurden 800 Bulgaren illegal in Schlachthöfen beschäftigt?

09.08.2017

Wildeshausen /Garrel /Lohne /Oldenburg Wegen Verstoßes gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz muss sich seit Dienstag der Geschäftsführer des Schlachthofes der Geestland Putenspezialitäten mit Sitz in Wildeshausen vor der großen Wirtschaftsstrafkammer des Oldenburger Landgerichts verantworten. Mit auf der Anklagebank sitzt der Geschäftsführer einer Firma in Lohne, die in den Jahren 2008 bis 2010 für die Wildeshauser Firma massenhaft Arbeiter aus Bulgarien rekrutiert haben soll.

Die Anklage wirft den beiden 51-Jährigen aus Garrel und Vechta vor, aus Eigennutz Bulgaren zu Dumpinglöhnen und illegal eingesetzt zu haben. Die Arbeiter seien offiziell im Rahmen von Werkverträgen beschäftigt gewesen, tatsächlich aber hätten sie einen Arbeitnehmer-Status ohne entsprechende Bezahlung gehabt, so die Anklage.

Die Anklage geht von verbotenen Arbeitnehmerüberlassungen aus. Zur Verdeckung der Taten seien zwischen der Lohner Firma und und bulgarischen Firmen, die die Arbeiter zur Verfügung gestellt hätten, Scheinwerkverträge geschlossen worden.

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Werkvertrags-Arbeiter kommen einen Unternehmer erheblich günstiger als Leiharbeiter oder Arbeitnehmer. Und so soll sich die Wildeshauser Schlachterei, die ein Tochterunternehmen von Wiesenhof sein soll, mit den rund 800 illegal eingesetzten Bulgaren Aufwendungen in Höhe von rund zehn Millionen Euro gespart haben. Der Angeklagte aus Garrel ist in dem Verfahren, das vorerst bis November dauern soll, als Täter angeklagt. Der Geschäftsführer der Lohner Firma, der seinerzeit auch kaufmännischer Leiter von Wiesenhof war, muss sich im jetzigen Verfahren wegen Beihilfe verantworten.

Im kommenden Jahr sitzt dieser Angeklagte aber in einem weiteren Verfahren als mutmaßlicher Täter auf der Anklagebank. Er soll nicht nur der Wildeshauser Schlachterei, sondern auch Wiesenhof selbst illegale Arbeiter verschafft haben. Bei einem Schuldspruch im jetzigen Verfahren sind die zehn Millionen Euro fällig, die durch die Machenschaften illegal eingespart worden sein sollen. Die Angeklagten indes bestreiten die Vorwürfe. Mehrmals war von ihren Anwälten die Einstellung des Verfahrens angeregt worden. Die Staatsanwaltschaft aber weigert sich. Sie will die Vorwürfe in dem jetzigen Verfahren, das es so noch nicht gegeben hat, ein für allemal geklärt sehen.

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