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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Politik bei Weidetierprämie weiter uneins

20.08.2019

Wildeshausen /Hannover Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (Sande/Friesland) hat bei einer Tagung des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen am Montag in Wildeshausen seine Forderung nach einer Weidetierprämie erneuert. „Wenn wir wollen, dass unsere Kulturlandschaft erhalten bleibt, kommen wir an einer Weidetierprämie für Kühe, Schafe und Ziegen nicht vorbei“, betonte der SPD-Politiker bei seiner Rede im Kreishaus und nannte die finanzielle Förderung der Haltung von Tieren auf der Weide statt in Ställen einen „ganz wichtigen Baustein“.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast indes verweist darauf, dass hierfür zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode nicht die erforderlichen Finanzmittel im Haushalt eingestellt gewesen seien. „Unser Blick richtet sich deshalb auf die kommende EU-Förderperiode ab 2021. Wir möchten insbesondere den Aspekt der Förderung von Grünland mit seinen vielfältigen Funktionen für den Wasser- und Naturhaushalt in die Diskussionen einbringen“, erklärte die CDU-Politikerin auf Nachfrage unserer Zeitung. Wichtig sei, „dass die Maßnahmen solide finanziert werden können und gleichzeitig eine maximale Wirkung entfalten“. Sie setze sich daher für eine gemeinsame Agrarpolitik ein, die auch die Förderung der „ökologisch bedeutsamen“ Weidehaltung ermögliche. Die Grünen im Landtag kritisieren die Haltung der Ministerin. Sie vertröste auf die EU und die neue Förderperiode ab 2021. Damit lasse Otte-Kinast die Weidetierhalter bis 2021 „faktisch im Regen stehen“.

Die Diskussion über die Weidetierprämie hatte Lies im Rahmen einer Preisverleihung angestoßen. Das vom Grünlandzentrum koordinierte und gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Universität Oldenburg und dem NABU Oldenburger Land umgesetzte Projekt Biotopverbund Grasland wurde am Montag als offizieller Teil der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Damit zählt der Biotopverbund Grasland zu den vorbildlichen Projekten, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

Um dem zunehmenden Artenverlust auf Wiesen, Weiden und an Wegen entgegenzuwirken, war das Forschungsprojekt Biotopverbund Grasland im Oktober 2017 gestartet. Es läuft bis Januar 2021 und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 250 000 Euro gefördert.

Im Austausch mit Akteuren aus Landwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft entwirft das Projektteam modellhaft Lösungen für einen Grasland-Biotopverbund in den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg. Artenreiche Wiesen und Weiden, die Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten sind, werden durch die Arbeitsgruppe Vegetationskunde und Naturschutz der Universität Oldenburg untersucht und miteinander vernetzt, damit Insekten und Pflanzen sich ausbreiten können. Derartige Vernetzungselemente können Obstwiesen, Deiche oder schmale Wiesenblühstreifen an Wegrändern, Gräben oder Waldrändern darstellen.

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie bietet.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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