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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Nordwest-Wirtschaft will beim Wandel mitreden

27.09.2018

Wilhelmshaven /Berlin Die Wirtschaft will einen festen Platz in der Jade-Bay-Entwicklungsgesellschaft zur Förderung des regionalen Strukturwandels. Dieser Forderung hat Tom Nietiedt, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade (AWV), beim ersten Parlamentarischen Abend der Jade-Wirtschaftsregion am Dienstag in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin Nachdruck verliehen. Es gelte den „Geburtsfehler“ zu beheben, dass Jade-Bay einst als interkommunale Entwicklungsgesellschaft der Stadt Wilhelmshaven sowie der Landkreise Friesland, Wesermarsch und Wittmund ohne Beteiligung der Wirtschaft aufgestellt worden sei, betonte der Chef der Nietiedt-Gruppe (Gerüstbau-, Oberflächentechnik- und Malerbetriebe) aus Wilhelmshaven vor mehr als 100 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden.

„Wir sind startklar und bereit, vor allem unser Wissen und unsere Kontakte einzubringen, um die Region weiter zu stärken“, sagte Nietiedt. Jetzt liege es an Jade-Bay, die Türen für die Vertreter der Wirtschaft zu öffnen. Nietiedt empfahl, den Blick auf die Ems-Achse zu richten, die das Wirtschaftsleben in der Ems-Region seit Jahren „kraftvoll“ mitgestalte.

Die 2006 gegründete Wachstumsregion Ems-Achse ist ein Bündnis von Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Kammern und Verbänden in ganz Ostfriesland, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim. Ziel ist die Profilierung einer gemeinsamen Wirtschaftsregion bei gleichzeitiger Stärkung des Wirtschaftswachstums und Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Der AWV trat als Veranstalter des Abends auf, neben den Landkreisen Wesermarsch, Wittmund, Friesland und der Stadt Wilhelmshaven beteiligten sich viele regionale Verbände und Unternehmen als Partner, Sponsoren und Mitveranstalter an der Premierenveranstaltung des AWV in Berlin.

Der Aufschwung des Jade-Weser-Ports, möglicherweise Deutschlands erstes Flüssiggasterminal in Wilhelmshaven, ständig steigende Tourismuszahlen, der große Bundeswehrstandort in Wilhelmshaven, jede Menge erfolgreiche mittelständische Unternehmen – AWV-Präsident Nietiedt präsentierte die Jade-Region in Berlin nicht nur als „Energiedrehscheibe“, sondern insgesamt als Region mit hoher Wirtschaftskraft und Lebensqualität. Das werde auch in Zukunft so bleiben, selbst wenn die Zeiten mal nicht so rosig seien. „Je kälter der Wind, der uns entgegenbläst, desto angespornter sind wir.“

Während Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (Sande/Kreis Friesland) sich klar für Wilhelmshaven als Standort für Deutschlands erstes Flüssiggas-Terminal aussprach, legte die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (Wahlkreis Friesland/ Wilhelmshaven/Wittmund) in ihrem Grußwort Gewicht auf das hohe Potenzial Wilhelmshavens als Bundeswehrstandort: Mehr als 10 000 Arbeitsplätze seien in der Region von der Bundeswehr unmittelbar oder mittelbar bestimmt. Und durch die so genannte „Anschlussverwendung“ ausscheidender Soldaten stehe den Unternehmen der Jade-Region ein Pool hervorragend ausgebildeter Fachkräfte zur Verfügung.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (Oldenburg-Land, Wesermarsch und Delmenhorst) rückte den Mittelstand in den Blickpunkt und nannte die Entbürokratisierung sowie schnellere Entscheidungen bei Strukturprojekten als drängendste Herausforderungen. Nur so könne der Aufwärtstrend in der Region fortgesetzt werden.

Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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