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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Häfen in der Region auf gutem Kurs

01.09.2017

Wilhelmshaven /Cuxhaven Mit großer Zufriedenheit schaut Holger Banik aus dem Fenster seines Büros. Der Chef der niedersächsischen Hafengesellschaft N-Ports hat am Rande des Wilhelmshavener Containerhafens einen Logenplatz mit bestem Blick auf den Jade-Weser-Port – und die abgesenkten Containerkräne signalisieren Umschlagstätigkeit im Hafen. Dieses Bild zeigt sich inzwischen immer häufiger, so dass Banik schon davon spricht, dass es im Wilhelmshavener Hafen brummt.

Nachdem das Umschlagsunternehmen Eurogate inzwischen angekündigt hat, die Mitarbeiterzahl von 400 auf 600 zu erhöhen, wird das Umschlagsziel von einer Million Standardcontainern im kommenden Jahr durchaus führ möglich gehalten. Diese Marke hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) immer wieder als Voraussetzung für den Beginn der Erweiterungsplanung des Jade-Weser-Ports genannt.

Wie leistungsfähig der neue Containerhafen an der Jade ist, haben inzwischen auch die Hafenmanager in Rotterdam und Hamburg feststellen dürfen. So wurde vor einigen Wochen ein Schiff in Wilhelmshaven abgefertigt, das eigentlich Rotterdam hatte anlaufen sollen. Weil es dort aber ein Computerproblem gab, wurde der Containerriese nach Wilhelmshaven umgeleitet, wo er ohne Probleme abgefertigt wurde.

Ähnlich ging es einem Riesenfrachter, der in Hamburg nicht alle geplanten Container aufnehmen konnte, weil er dann zu viel Tiefgang für die Hafenausfahrt gehabt hätte. Die Lösung: Das Schiff fuhr ohne die Container zum Jade-Weser-Port, die Fracht wurde auf dem Landweg dorthin gebracht und ohne große Zeitverzögerung verladen.

Hafenmanager Banik ist aber auch mit der Entwicklung der anderen niedersächsischen Seehäfen in seinem Verantwortungsbereich zufrieden. Sowohl in Cuxhaven als auch in Brake und Emden wird ordentlich investiert, so dass Wirtschaftsminister Lies beim Niedersächsischen Hafentag an diesem Freitag von einer Erfolgsgeschichte berichten kann.

In der Zukunft wird es dann darum gehen, die Digitalisierung und Zusammenarbeit der Häfen auszubauen – und auch Hamburg ins Boot zu holen. Dann wird vielleicht der Traum vom großen Hafen „Deutsche Bucht“ in absehbarer Zeit Wirklichkeit.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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